Die Tücken des Ideal-Ichs oder „Gut oder Böse“

Durch die Auseinandersetzungen in der letzten Zeit, speziell mit meinem
EX-Freund F.  hab ich mir viele Gedanken darum gemacht, welche Maßstäbe
ich an mir ansetze, bzw. mir die Frage gestellt, warum ich mich in gewissen
Situationen so verunsichern lasse.

Wieso ich in manchen Situationen das Gefühl habe, ein anderer
drückt bei mir irgendwelche Knöpfe und bringt mich in eine Situation
bzw. bewegt mich zu einer Handlung, die nicht mit dem übereinstimmt,
was ich eigentlich tun möchte. Eine innere Dissonanz sozusagen.

Ich glaube, der Knackpunkt bei mir liegt darin, dass ich mein früheres ICH
sehr negativ bewertet habe. ich hab es mittlerweile geschafft aus dieser
Selbsthass-Spirale rauszukommen, daran gebunden ist aber von mir
eine Erwartung, wie ich zu sein habe.

Will heissen, ich habe mir von  mir ein positives Selbstbild erstellt, dem
ich nun auf „Teufel-Komm-Raus“ auch entsprechen muss. 😦 Und
im Grunde habe ich manchmal überhaupt keinen Bock darauf, aber
weiche ich von diesen Erwartungen an mich selbst ab, würde ich meine
meine Selbstannahme stark gefährden.

Was ich damit meine?

Mein Selbstbild ist soweit in Ordnung, wie ich mich als soziales Wesen,
hilfsbereit, freundlich, tolerant, liebenswürdig und „immer rücksichts-
und verständisvoll“, „bloss nicht egoistisch“ (kurz: „gut“ ) sehen darf.
Das wäre sozusagen mein „Ideal-Ich“. So – wie ich sein möchte.

Das funktioniert aber in der Praxis nicht.

Bei Menschen, zu denen ich eine gewisse Distanz habe, kann ich von
meiner Erwartungshaltung in mich selbst absehen … auch wenn ich
damit den direkten Kontaktabbruch herbeiführe. Da kann ich auch
unfreundlich, sehr direkt sein – im Grunde sofort sagen, was mir stinkt.
Gehe ich aber in irgendeiner Weise auf den „Beziehungsmodus“ (so nannte
es meine Therapeutin) und damit sind nicht nur Partnerschaften gemeint,
sondern eben auch Freundschaften und Bekanntschaften … zwinge ich mich
in mein „ideal-ich“ zu passen, so sehr ich mich dabei auch verbiegen
und aufgeben muss. :-/

Gerade der Punkt „Rücksicht nehmen“ auf andere und „Verständnis“
haben – wird mir dabei immer wieder zum Verhängnis. Weil ich komplett
meine eigenen Bedürfnisse aus den Augen verliere bzw. sie zurück stelle,
als nicht so wichtig, denn das wäre dann wiederum egoistisch. Und das
darf nicht sein.

Auch in meinen letzten Beziehungen war das für mich ein riesiges Problem.
ich musste meine Bedürfnisse zurück stellen, und immer für alles
Verständnis haben, egal wie sehr ich damit zurecht kam, oder nicht.

Ich habe es „selbst“ von mir erwartet – bzw. gesagt, die anderen sind
wichtiger. Also habe ich mich mit immer weniger und weniger zufrieden gegeben
und nicht mehr in den Mund aufgemacht. :-/

Und irgendwann war mir nur noch zum heulen. Mir fallen so viele Beispiele
im Nachhinein ein… alte Einträge, wo ich immer wieder, wenn jemand so
einen Knopf bei mir  drückte total verunsichert wurde und im Grunde hier
nachfragen musste, ob das, was ich dabei empfinde überhaupt in  Ordnung
ist ….

Und oft wurde es ausgenutzt. Ich hab es den anderen aber auch leicht
gemacht, weil ich es ja von mir selbst verlangte – also wurde mir von
z.B. Partnerseite auch eingeredet, dass es stimmt – und meine Bedürfnisse
„unwichtig“ seien – und ich doch bitte für alles „Verständnis“ haben müsste.

Auch für Untreue, für Lügen, für nicht eingehaltene Versprechen – einfach
für alles.

Und zu alledem fühlte ich mich noch zuständig und verantwortlich, dass es
allen gut geht. Und wenn jemand was nicht geregelt bekam, musste ich das
halt noch übernehmen.

Mittlerweile merke ich eigentlich, dass ich mit mir sehr tolerant umgehe.
Ich versuche nicht perfekt zu sein – ich nehme mich – wie ich bin – aber
alles nur so lange ich „alleine“ bin. Kommt ein anderer dazu – habe ich
gewisse Erwartungen zu erfüllen. Das sage ich mir selbst. :-/

Ich muss helfen, wenn ich kann – ich muss Rücksicht nehmen – auch wenn
man auf mich keine Rücksicht nimmt. Ich muss für alles Verständnis haben
und tolerant sein.

Erst vor kurzem habe ich hier im privaten geschrieben, dass mich eine Sache
so verunsichert, weil ich mich doch eigentlich für „nicht verklemmt halte“ – ich
aber mit etwas ein Problem habe. Und sofort bricht mein „Selbstbild“ in sich
zusammen bzw. es kommen mir zweifel und zwar in erster Linie an mir
selbst. Ich bin verunsichert, denn wäre ich wirklich „nicht verklemmt“
hätte ich doch mit dieser Sache, kein Problem oder? Und das obwohl ich
merke, ich werde da in eine Situation gebracht – die nicht alltäglich ist.

Und dann merke ich wieder wie STARR mein System ist. Wie Schwarz-
Weiß gefärbt es ist. Da gibt es dann nur ein entweder-oder.

Und wenn ich nicht meinem ideal-Ich entspreche, dann bin ich zwangsläufig
das andere. (schlecht -untolerant – spießíg – egoistisch)

Die negativen Gefühle werden dabei unterdrückt. Sie dürfen nicht sein.

Ich weiß im Grunde, dass das nicht richtig ist. Ich kann es nur noch nicht
umsetzen. Und ich kann nicht trennen, was mein „Ideal-Ich“ ist – oder
was ein aufdiktiertes „Ideal-Ich“ ist. Und ob es wirklich so wichtig ist,
sich daran zu halten.

Und was ist, wenn ich anders bin, wie mein Ideal-Ich? Bin ich dann
automatisch wieder schlecht?  Lehnt man (oder ich) mich dann wieder
ab? Bin ich dann wieder das Monster, was ich früher in mir gesehen habe?
ich versuche das zu verhindern. Und dann bin ich Un-frei.

Andererseits verstehe ich – wie wichtig es für mich (als Borderliner) ist
-mein ICH zu definieren als „nicht-schlecht“. Das was mich ausmacht.
Wenn ich nur wüsste, was es ist. wenn ich es nur festhalten könnte, und
es mir nicht immer wieder verloren ginge. Hmmmm….

gut-boese

Ich habe dazu auch wieder eine
interessante These gefunden – von  der Tyrannei der „Solls“
Hier auf Seite 2:

Bewusstes Verdrängen? Oder kann man das lernen?

Eigentlich wollte ich ja gar nicht so sehr ins Detail bei meinem
Eintrag mit dem Titel Verdrängung (vor ein paar Tagen), eigentlich war es
ja auch nur ein Auszug aus meinem Therapiegespräch, aber da die
Diskussion immer mehr in Richtung „Verdrängung – oder eher Verleugnung“
oder „ Verdrängung nur bei schweren Erlebnissen“ – ausartete
– hab ich mal recherchiert.

Für mich als erstes stach da so ins Auge, bei der Diskussion:
dass Verdrängung mit Krankheit gleichgesetzt wurde. Wozu ich eine
andere Meinung habe. Denn ich empfinde Verdrängung als etwas sehr
natürliches und auch gesundes. Es gehört zu unseren Abwehrmechanismen.
Ohne die wir aufgeschmissen wären. Es schützt uns und es tut not – es nützt
uns – manche Dinge, von uns fern zu halten. Egal welchem Abwehrmechanismus
wir uns bedienen.

Der andere Einwand war da. Dass man von Verdrängung nur bei schlimmen
Trauma-Erlebnissen sprechen kann. Und es liegt mir fern, diese schlimmen
Erlebnisse zu schmälern, indem ich das Wort „Verdrängung“ unbedacht
benutze. Gleichwohl sehe ich Verdrängung auch als etwas an, dass wir
in unserem Leben alle mal benutzen, unabhängig von der Intensität der
Erfahrung.

Unangenehme Dinge – solche die etwas übermäßig in uns anrühren, werden
verdrängt und ausgeblendet und das kann dann z.B. „nur“ ein Erlebnis sein,
dass uns evtl. in unsrem Selbstbild, unserem ICH-Ideal – zu sehr erschüttern würde.
Das könnte z.B. eine – für die Person sehr mit Scham belastete – Situation gewesen
sein. Man kann da sicherlich noch andere Beispiele finden.

Zuletzt war dann aber noch die Frage, ob man in der Lage ist auch bewusst
zu verdrängen. Da waren sich die Fachleute auch sehr uneinig und ich stieß
auf unterschiedliche Aussagen und Berichte.

Ist verdrängen wirklich immer „unbewusst“? Oder sind wir in der Lage
bewusst zu Verdrängen: Und irgendwann wurde ich dann fündig, über
gewisse Versuche und Tests, die sich genau mit dieser Frage befassten.

Und die Antwort lautete da:
Ja – es geht – man kann Verdrängen lernen. 🙂

Man kann bewusst Verdrängen herbeiführen.

Wer sich für den Artikel interessiert… den findet ihr
hier auf Seite 2 abgedruckt.

Was meine eigene beschriebene Situation angeht, so denke ich, dass ich mich
womöglich mit meiner Wortwahl vergriffen habe. Denn bei Verdrängung
spricht man vom „Vergessen“. Und meine Empfindung ist, dass ich die Dinge nicht
vergessen habe – nur an diese Erinnerung nicht ran gehe. Ich habe sie
weg geschoben auf Distanz und für mich in ein Kästchen gepackt und dort
lasse ich sie. Wie sich das nennt? Da bin ich mir unsicher.

Doch wenn in dem Artikel von einer „ich will daran nicht mehr denken“ Entscheidung
im Zusammenhang mit bewusstem Verdrängen gesprochen wird,  sehe ich mich darin
dann wiederum schon wieder. :-/ 

Aufwertung durch Abwertung

etwas was ich immer wieder und irgendwo – so kommt es mir vor,
immer häufiger beobachte ist, dass Menschen, die – so würden sie sich
vermutlich selbst beschreiben – eher selbstbewusst und voller Selbstvertrauen
auftreten, dieses Selbstvertrauen auf Kosten anderer gewinnen. 

… das tun sie, indem sie andere abwerten. Sie nutzen dafür jede
erdenkliche Form des Vergleichs und jede Möglichkeit. Ich bin besser, 
klüger – ich hatte eine schlimmere Kindheit, „komm erst mal in mein Alter,
dann wirst du das auch noch erkennen“. Sie lesen natürlich auch die
besseren Zeitung – weiß der Geier, worüber sie sich definieren. Vielleicht
sind sie im Bett ne Rakete oder aber in der Küche und niemand kann
ihnen das Wasser reichen.

Sie argumentieren auf eine Art, der man nichts entgegen stellen kann.
Sie nutzen damit die Unsicherheit des anderen aus – oder eine offensichtliche
Tatsache,z.B. das Alter oder ihre Position z.B. als Vorgesetzter oder auch ihre
berufliche Qualifikation. Manche sind noch  direkter und beschimpfen
einen: Nennen dich z.B. rücksichtslos, oder  dämlich – oder geben dir an 
irgendwas direkt die Schuld.

Diese Menschen definieren sich durch das, worin sie sich besser 
fühlen/glauben …..  – Aussehen – Kenntnisse – Alter – Erfahrung – Talente – 
Besitz, – die Themen sind manigfaltig. Wie sie bei anderen ankommen
– egal  was. 

Ich frag mich dann immer, ob dieses Selbstvertrauen echt ist.

Ich denke nicht.

Ihnen geht es gut – augenscheinlich. Aber es hat für mich etwas
von „Pseudo-Selbstvertrauen“. 

Das können z.B. Menschen sein, die ihr ganzes Selbstvertrauen
aus  ihren Job ziehen. Darin sind sie gut – sie sind (so glauben sie
zumindest) besser als andere.

Und da besteht für mich der entscheidende Unterschied. Ich denke,
es ist ganz gut und spricht von einem gesunden Selbstvertrauen,
sagen zu können: Hey – da bin ich wirklich gut drin. 🙂 
oder hab ich es nötig zu sagen: Hey – ich bin besser als andere?! 
Die anderen haben ja keine Ahnung. Versteht ihr, was ich sagen will? 

Früher habe ich solche Menschen für Monster gehalten. 
Die mich für ihre Zwecke ausnutzten. Dass ich ein nicht so
gut ausgeprägtes Selbstwertgefühl hatte, nutzen sie, wie ich
fand, schamlos aus. Sie nutzen meine Schwächen aus. Sie
brachten mein hart erkämpftes Selbstvertrauen damit jedes
Mal zu Fall. Und 
das nur damit es ihnen besser geht. 

Anders sah es dann mit Menschen aus, die mich zwar in 
ihre „Aufwertung“ mit einbezogen, aber ganz offensichtlich
dafür andere abwerteten und sie erwarteten von mir,
dass ich ihnen zustimme. :-/ Schließlich hatten sie mich
ja miteinbezogen in ihre „Aufwertung“. 

Ich sehe sie heute nicht mehr als Monster. Weil es die
beste Freundin sein kann. Nehmen wir mal meine… sie liest
ja nicht mit. 😉 

Ich kenne sie schon seit Jahren. Sie hatte auch ihre Krisen
und ihre Phasen voller Unsicherheit. Jetzt hat sie einen Job.
Einen Job, durch den sie sich extrem aufwertet. Es hängt mir
schon so ein bisschen aus den Ohren raus, wenn sie von 
ihrem Job erzählt – und ich überall nur höre: Die ANDEREN
haben ja keine Ahnung – die ist ja nur Kinderpflegerin – ich bin
schließlich „ERZIEHERIN“. Und ich hab ein unglaubliches Gespür
für Kinder. Das haben die anderen nicht. Dabei würde ich manches
was sie erzählt eher kritisch hinterfragen. Ich tue es aber nicht
bzw. nicht oft. 

Ärgerlich wird es für mich an dem Punkt, wenn sie immer 
wieder behauptet: Sie könne mit meinem Hund reden. Sie hätte
da eine Gabe. *ächz* und dann muss ich für sie springen. Der Hund
hat sich an sie gewandt. Ich würde sagen, er wollte ein bisschen
Aufmerksamkeit – aber NEIN – der Hund hat ihr gesagt, dass er
dringen mal Strullen muss. Sie weiß das, denn schließlich KANN
SIE mit „Meinem“ Hund reden. Und ich verstehe meinen Hund wohl
überhaupt nicht. Und was das strullen angeht – das halte ich für
ziemlich unwahrscheinlich, weil wir gerade erst angekommen sind,
und sie auf dem  hinweg ihre Blase schon ausreichend entleert hat. :-/
Aber was weiß ich schon – schließlich kann ich NICHT mit Tieren
reden. 

Ich steh also auf und geh mit meinem Hund pinkeln, WEIL sie
es sagt. Pfffff… klar pinkelt mein Hund. Da ist ne neue Wiese,
da waren wir noch nicht, die ist noch nicht markiert – sie drückt
„EIN TRÖPFCHEN“ ab. 

Es ist für mich mühsam darüber zu diskutieren – also tue ich
es nicht mehr. 

Und was ihren Job angeht – so werde ich das auch nicht ansprechen. 
Weil es ist IHRE SÄULE geworden. DAS was ihr Selbstvertrauen stärkt. 
Ich will ihr das nicht nehmen – denke nur, WAS ist, wenn diese Säule,
ihr mal genommen wird? Dann sehe ich sie fallen und dann wird es
gefährlich… weil es nicht echt ist. :-/ Und weil eine einzelne Säule nicht
reicht. Und eine einzelne Pseudo-Säule schon gar nicht.

Schauen wir nur auf Menschen, die sich stark an ihr Äußeres klammern. 
Auch sie werden alt. Auch sie müssen sich irgendwann damit auseinander
setzen, dass sie nicht mehr so jung und frisch und knackig sind, wie sie
es vielleicht mal waren. Sie müssen irgendwann damit klar kommen, dass
das, woran sie sich so sehr geklammert haben, womit sie sich aufgewertet
haben – wo sie sich besser fühlten als andere … vergeht. 

ich glaube wahres Selbstvertrauen braucht keinen Vergleich. 
Wahres Selbstvertrauen  – ruht in uns selbst.

Wahres Selbstvertrauen geht nicht über Leichen – sondern lässt den
anderen Menschen auch den Raum – sich selbst in IHREM Selbstvertrauen
miteinander zu entfalten und aneinander und an unserer Verschiedenartigkeit
zu wachsen und gegenseitig voneinander zu lernen.  

Verdrängung

,,,,, wieder ein Auszug aus meiner heutigen Therapiestunde.
Es ist nunmal so, dass man im Laufe der Jahre nicht nur den positiven
Effekt einer Therapie mitnehmen kann – sondern es hat eben auch gewisse
– ich nenn es mal Nebenwirkungen. Ich verwende auch gerne und liebevoll
den Ausdruck „Therapieschaden“. 😉

Dazu gehört eben, dass man VIEL – SEHR VIEL von sich selbst weiß.
Und man sich sehr bewusst über die Dinge ist. Nicht unbedingt immer direkt.
Nein – aber zumindest sehr häufig dann im Nachhinein.

Was nicht IMMER gut ist. Zum Beispiel in dem Fall des Verdrängens.

Es gibt schon Mal in jedem Leben Themen und Richtungen, die man
gerne verdrängen möchte und auch tut. Meistens passiert das unbewusst.
Nicht wenn man eben schon einen „leichten Therapieschaden“ hat.

Dann kann man das nicht mehr so leicht. WEIL … man merkt sogar das.

Will heissen. Ich bin mir darüber VÖLLIG bewusst dass ich gerade einiges
verdränge, was wiederum doof ist, weil es so ein bisschen denn positiven Effekt des
Verdrängens aufhebt. :-/

Aber man kann auch nicht jetzt wieder so tun als ob – und „wegsehen“
wenn man (und ich bin ja was meine Selbstreflektionsstudien angeht –
jo auch schwer Therapiebelastet) ständig darüber stolpert.

Ich werd jetzt mal konkret – so als Beispiel.
Ich bin mir gerade völlig bewusst darüber, dass ich die Themen
-Liebe
-Sex
-Beziehung
-MÄNNER

völlig verdränge bzw. meide  und versuche noch eine Weile für
mich auszuklammern. Was auch gut so ist – ich finde das völlig okay,
sich da eine Auszeit zu nehmen,um irgendwann wieder dahin zurück
zu schauen oder eben auch nach vorne, wenn man sich gefühlsmäßig
wieder stark genug dafür fühlt..

Ganz schlimm wird es bei dem Namen meines Ex-Freundes.
Den auszusprechen bereitet mir ernsthaft körperliche Beschwerden
und verursacht Schmerzen – (kein Scherz) – oder so ein Gefühle wie:
Uoh… ich könnte kotzen. 😦

Während ich also so darüber in der Therapiestunde rede, merke ich,
dass jetzt gleich eine Stelle kommt, wo ich seinen Namen erwähnen muss
und……. ich zöger ich druckse – ich will nicht… ich nehm anlauf – hole tief
Luft und dann kommt es viel zu schnell und Hart herausgeschossen –
und mit dem Gefühl – ich hab es geschafft. Dieses ekelhafte etwas
(das Wort, der Name) ist raus.

So und jetzt bitte wieder – „können wir über was anderes reden?“ :-/

Schlimm ist auch, wenn meine Freundin mir die Frage stellt:
„Und? hast du noch was von xxxxx gehört?“ … oooooohhhh – ganz böse
Frage – will ich nichts zu sagen, möchte ich nicht drauf eingehen. Ich 
könnte schreien – ich glaube, ich tu es sogar. o_O Frag nicht.
Ich hab mir sogar schon angewöhnt – sollte es NÖTIG sein,
dass ich ihn erwähnen muss in irgendeinem Zusammenhang zu sagen:

„Der dessen Name nicht genannt werden soll“. XD

Und das ist wirklich das blöde an dieser ganzen Selbstreflektions-Sache,
dass man dadurch gar nicht mehr sooooo unbewusst verdrängen kann.

Andererseits erklärt es mir natürlich dadurch, dass ich das weiß auch meine
völlig irrationalen Reaktionen, wenn z.B. jetzt ein MANN mit mir über SEX
reden will oder auch nur über Männlein und Weiblein allgemein. Da fällt
bei mir die Klappe. Sperre. Da ist gerade ALLES blockiert. Kein Durchgang.
Verboten. Will ich nicht hin. Oh bitte nicht. 

Trotzdem hab ich da jetzt nicht großartig was an mir rum zu meckern, weil
ich wirklich denke. „ Das ist okay“ – ich nehme mir die Pause – ich brauche
die Pause – ich bin mir der Pause bewusst und sie darf sein. Und sie kann auch
von mir aus so lange dauern, wie ich halt eben brauche.. Kein Problem. Und ich freue
mich sogar darüber, dass mir das „normalerweise“ ganz gut mit dem Abschalten
gelingt. 🙂

Und dass ich dann hin und wieder etwas HARSCH und BARSCH bin, wenn
jemand meine Abgrenzungsthemen gerade überschreitet – (was schon so ein
blöder Radiosprecher sein kann, der gerade den nächsten Herz-Schmerz Song
ankündigt – und wo ich wie von der Tarantel gestochen dann aufspringe um
SOFORT entweder den Sender zu wechseln, oder lieber die Kiste ganz aus zu machen)
jo – das verzeihe ich mir im Grunde auch. Kommt zwar dann manches mal so
mein Gewissen hoch: Mensch, das war jetzt nicht so nett von dir.

Aber NETT sein – auf Teufel komm raus. – hab ich auch gleich abgeschafft.
NETT sein „schützt nicht“ – und ich brauche gerade meinen Schutzpanzer/wall.

So als Beispiel: Geh ich letztens die Straße runter und so ein Bekannter schwallt
mich gerade ohne Ende über seine aktuelle Trennung zu. Volle Kanne.
Mich überflutet gerade völlig – seine ganze in das Gespräch bepackte
„Gefühlsintensität“ – WUT – Enttäuschung – Liebeskummer, Angst,
Aggressionen….. Und ich merke echt, dass ich NICHT WILL. Ich will das
nicht hören – ich will nur dass er aufhört. Mir geht der Puls ohne Ende….. .
Ohhh…ich platz gleich. JO… und das sag ich dann :-/ bzw. irgendwann schreie
ich nur noch AUFHÖREN. … das wäre dann so ein Zeichen, dass ich zu lange
gewartet habe, damit was zu sagen. 😦

Wahrscheinlich hält er mich für unfreundlich. Muss ich mit leben. Geht.

Fazit: Läuft. Eigentlich ganz gut. 🙂

Schutzwall hochgefahren und alle Soldaten auf ihrem Posten.
UND – das Gefühl: du kommst hier nicht rein. ^^

PS: Ja und mir ist AUCH bewusst, dass es mir gelungen ist – den Namen meines
Ex-Freundes auch in diesem Beitrag völlig zu vermeiden…  😉 … der kriegt hier
noch nicht mal ein TAG oder ein Schlagwort verpasst *ätsch* 😛 – AUS – VORBEI. 

Über die Wahrnehmung

Wir Menschen glauben das was wir sehen, hören, schmecken anfassen können
oder fühlen. Wir vertrauen auf unsere Wahrnehmung. (im günstigsten Fall).
Wahrnehmung beschreibt den Prozess von Informationsgewinnung, durch
Sinneseindrücken und Reize und die Verarbeitung dieser Informationen.
Unser Gehirn wirft dabei – ob nun bewusst oder unbewusst – das Wahr-
scheinlichste und „gelernte“ Szenario – als Ergebnis dieser Informations-
verarbeitung aus.

Und genau aus diesem Grunde ist unsere Wahrnehmung „subjektiv“ und hin
und wieder auch völlig gestört.

Optische Täuschung1

Einige psychische Krankheiten bringen Veränderungen der Wahrnehmung
mit sich. Jahrelange Manipulationen und Beeinflussungen
zum Beispiel in der Kindheit führen zu Fehlern in dieser Informationsver-
arbeitung und daraus resultierend zu einer tiefen Verunsicherung.

Wir alle kennen die Begriffe der „Selbst- und Fremdwahrnehmung“ ,
die manchmal weit auseinander klaffen kann.
Auch habe ich hier mal von dem sogenannten Gaslight – Effekt berichtet.
„Anleitung zum „in den Wahnsinn treiben“

Genauso gibt es neben den psychischen Wahrnehmungsstörungen auch
körperliche Ursachen, die zu einer „gestörten“ Wahrnehmung führen können.
Auch hat sicherlich jeder mal unter Alkohol eine Beeinträchtigung seiner
Wahrnehmung kennengelernt.

Und dann gibt es noch die ganz natürlichen „Fehler“ – und da möchte
ich euch heute zu Einladen… mal all den Trugbildern – vor allem der
optischen Täuschung…. nachzugehen.

optischetaeusch1

Dazu habe ich heute einen Linktipp für euch, der nicht nur einzelne
optische Täuschungen darstellt, sondern auch erklärt warum es zu diesen
Fehlern kommt.

Wer darüber mehr erfahren möchte – der schaut mal hier vorbei.
Optische Täuschung und Sehphänomene von Michael Bach

Natürlich hab ich mich danach gefragt, wie es denn mit unseren anderen
Sinnen steht – und auch da habe ich „völlig normale“ Täuschungen im Netz
gefunden.

Ihr findet darüber weitere interessante Seiten, unter den Suchbegriffen:
Auge – optische Täuschung
Ohren – akustische Täuschung
Haut (Tastsinn) – Haptische Täuschung
Nase – Olfaktorische Täuschung
Schmecken – Gustatorische Täuschung

doch unsere Wahrnehmungen erstrecken sich darüber hinaus noch auf andere
Dinge – wie zum Beispiel den Gleichgewichtssinn, den Zeitsinn und den
Magnetsinn. Auch da können wir uns „nicht immer“ auf unser Gefühl – unsere
Wahrnehmung verlassen.

Fazit: Eine gute Wahrnehmung zu haben, sie zu schulen und sich auch darauf
zu verlassen mag ja helfen,besser in der Welt zurecht zu kommen, doch wer
sich NUR darauf verlässt, und das glaubt, was er wahrnimmt – und das alles
für „richtig“ hält, könnte das ein oder andere mal völlig daneben liegen. 😉

Auf der Suche nach – dem, was MEINs ist

das war das Motto der heutigen Therapiestunde.

Auf der Suche nach
-einer passenden Lebensform
-dem, was ich brauche und was ich nicht brauche
-einem Raum, in dem ich mich selbst verwirklichen kann
und mich stabil fühlen kann.

Und zwar weg von allem, was man als konventionell ansieht,
weil mir in letzter Zeit immer häufiger der Gedanke kam, dass
das vielleicht gar nicht das ist, was ICH benötige.

Normalerweise sagt man bei Vorliegen einer Borderline-Persönlichkeits-
Störung, dass diese Menschen aufgrund einer „Ich-Fragment-Störung“
andere Menschen brauchen um sich zu spiegeln und wahrzunehmen.
Ohne einen gegenüber – wie z.B. den Partner fühlen sie sich deshalb
leer und lösen sich auf.

ich habe in den letzten Monaten aber eine ganz andere Empfindung
gewonnen. Das Gegenteil traf bei mir zu. So formulierte ich heute in
der Therapiestunde, mein Erleben:

In einer Beziehung löse ich mich auf. Ich verschwinde. Ich verliere mich
im anderen …. Außerhalb einer Beziehung, finde ich wieder zu mir selbst
und erobere mir meinen Raum wieder zurück. Ich bekomme wieder Struktur
und gewinne wieder an Form.

Und das bewirkt, dass ich mich besser fühle. Unabhängig von den
schwierigen Beziehungen und Partnern, die ich in den letzten Jahren hatte
(das kommt zwar noch erschwerend dazu) – sehe ich diese Problematik
grundsätzlich bei mir.

Deshalb wähle ich mittlerweile eigentlich zu allen Bekannten, Freunden,
der Familie eher einen distanzierten Kontakt. Und auch wenn ich mich
hin und wieder frage, ob das okay ist – oder nicht eine Art sozialer Rückzug ist,
kommt bei mir immer mehr das Gefühl auf… SO IST ES FÜR MICH richtig.

Ich such Kontakt in dem Rahmen, wie es mir gut tut. Ich nehme Kontakt
zu Menschen auf, die ich ganz stark selektiere darin, ob sie mir gut tun
oder nicht. In allen Kontakten bleibe ich distanziert. So wahre und schütze
ich meine Persönlichkeit.

Ihr kennt sicherlich das Gefühl, dass euch Menschen zu nahe kommen.
Man spürt es schon körperlich, wenn ein Mensch mit dir ein Gespräch
beginnt und er sich „zu dicht“ zu dir stellt. Ich finde das unerträglich –
da bricht schon jemand meine natürliche Distanzgrenze auf, ohne, dass
ich ihm das überhaupt gestattet hätte. Er missachtet meine Grenze.

Die natürliche Reaktion ist – ich trete einen Schritt zurück. Wenn er
allerdings ein Brett vor m Kopf hat – und gar nicht mitkriegt, was da
passiert, wird so ein Mensch wieder automatisch einen Schritt in deinen
Raum hinein machen.

Das sind Menschen, die brauche ich nicht. Die kann ich nicht gebrauchen.

Von daher hab ich mich dann heute noch mal nach der Therapie-
Stunde mit der Bedürfnispyramide nach Maslow beschäftigt.

maslow

Ich hab mir die einzelnen Bedürfnisse angeschaut und mich gefragt, wie
gut, habe ich sie abgedeckt. Wo fehlt etwas – wo benötige ich z.B. weniger
und wäre damit völlig zufrieden, während andere da zum Beispiel ein
höheres Bedürfnis verspüren. 

Dann – auf mein heutiges Gefühl bezogen, wurde mir bewusst, dass
ich all das, was ich versucht habe in den letzten Jahren bei anderen
zu finden, im Grunde in mir selbst gefunden habe. ICH bin es, der 
mir Sicherheit gibt. ICH schätze mich WERT, und mache mich nicht
mehr Abhängig von der Wertschätzung anderer. Ich befriedige meine
sozialen Bedürfnisse genau in dem Maß, wie ich es als angenehm
empfinde mit den Menschen, die ich mir mit Bedacht ausgesucht habe. 
Ich beende Kontakte, die mir nicht gut tun. Und ich halte und wahre
die Distanz, die ich für richtig befinde. Ich hab vertrauen in mich selbst. 

Nicht das Vertrauen, dass ich völlig kuriert bin – oder nie wieder abstürzen
würde. Das wär unrealistisch – aber das Vertrauen, dass ich mich wieder
selbst da raus ziehen werde – egal, wie lange es dauert. 

Andererseits sehe ich natürlich das riesen Defizit bei mir, dass dieser
gestärkte ICH-Zustand – wieder in sich zusammenbrechen könnte; wenn
ich wieder in einer Beziehung bin. :-/ 

Momentan reicht mir aber erst Mal, das was ich geschafft habe. 
Damit werde ich mich auseinander setzen, wenn es soweit ist. 

Und dass mein Gefühl zur Zeit richtig ist und dass ich auf einem guten
Weg bin, darin bestärkt mich noch folgernder Satz:

Die Wachstumsbedürfnisse, wie also z. B. das Streben nach Selbstverwirklichung, treten erst dann in den Vordergrund, wenn die Defizitbedürfnisse erfüllt sind. Durch sie erfolgt schließlich die Verstärkung der eigenen Individualität.

Für interessierte Leser findet ihr auf Seite 2 eine kurze Erklärung der Maslow´schen
Bedürfnispyramide

Autobiografie in 5 Kapiteln

(aus: Portia Nelson, There’s a Hole in My Sidewalk)

1. Kapitel:

Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren … Ich bin ohne Hoffnung.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

2. Kapitel:

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

3. Kapitel

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein … aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.

4. Kapitel

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.

5. Kapitel

Ich gehe eine andere Straße.

Irgendwie hab ich mich darin gleich wiedererkannt. Smiley-kichern

Gesten gefunden bei
Psychologie / Ironie / Sarkasmus / Gesellschaft / Poesie /Normalität und Wahnsinn

die ich euch auch gleich als Lese-Empfehlung vorstellen möchte. 🙂
Schaut mal vorbei. Unter anderem  findet ihr da Texte zum Schmunzeln
und Totlachen zu meinem Lieblingsthema „Psychologie“.

Frühsexualisierung

Sagt mal, passiert das wirklich? Ich kann das kaum glauben.  Smiley-staun

Die letzten Tage irgendwie durch Zufall überall darauf gestoßen. Ihr wisst
ja – ich bin manchmal ein bisschen Welt-FERN. Kriege sehr oft – sehr
viel nicht mit, was so in der Welt passiert – aber was ist das denn für ne
Oberhammer-gequirrlte-Scheisse? Das kann noch nicht deren Ernst sein?
Wo soll das hinführen?

Da soll jetzt also den Kindern „altersgerecht“ *hüstel* bereits im Kindergarten
sexuelle Inhalte vermittelt werden … das Wort Altersgerecht ist dabei wohl
völlig daneben gegriffen 

Ohne über die aktuellen Diskussionen informiert zu sein, begann alles
mit einem Gespräch, das ich die Tage mit einem Bekannten führte. Wir
redeten darüber – was wäre, wenn Sexualität bis aufs äußerste ausgereizt
wird – und kamen zu dem Schluss – wenn alle Sinne und alle Reize ständig
überstimuliert würden- und alles probiert und versucht wird – man desensibilisiert
und man mit normalen Reizen nicht mehr zu einer Erregung kommt,
sondern immer mehr benötigt (und das ist ja so…. man stumpft ja tatsächlich
ab mit der Zeit) – dann wird aus Sexualität – Sucht und am Ende landet man
bei Gewalt.

Erscheint euch jetzt wahrscheinlich merkwürdig, dass ausgerechnet ich
mich darüber aufrege, wo ich doch S/M liebe. Aber – dazu habe ich im
Alter von 35 gefunden. Selbstgewählt und Selbstentdeckt. Und ich war
erst Mal damit beschäftigt – die gesunden Anteile in mir – von den kranken,
die mich zu SM führten voneinander zu trennen. Ich frage mich,
wo ich heute wäre, wenn ich bereits in jungen Jahren mit allen Möglichkeiten
konfrontiert worden wäre. In einem Alter, wo man selbst noch gar nicht
die notwendige Reife mitbringt, um mit all den Informationen überhaupt
umgehen zu können.

Die Kernaussage dieser sexuellen Früherziehung – ist ja: Der Mensch und
jetzt eben auch das Kind ist ein „sexuelles Wesen“. Stimmt ja irgendwie auch,
aber jetzt werden wir es den Kindern in einem Alter – indem schon von
Natur aus, zwischen Erwachsenen und Kindern ein Machtgefälle herrscht –
aufdrücken und es aus ihm „herauskitzeln“ und da wo noch Unbefangenheit
und Unverdorbenheit ist, wird ihnen doch irgendwo auch die Kindheit
genommen.

ich weiß nicht, ob es nur mir so geht – aber wenn ich zurück denke an
meine Kindheit, so gab es da Situationen – in denen ich mit dem Thema
Sexualität „durch Erwachsene“ konfrontiert wurde, die in mir ein un-
angenehmes Gefühl hinterließen. Damals konnte man es noch nicht
benennen, heute sage ich, da wurden Grenzen – alleine schon durch Gespräche,
für die ich noch nicht bereit war, überschritten.

Könnt ihr euch auch noch an sowas erinnern? Wo eurer Gefühl euch
nur meldete – hier stimmt was nicht? Oder „ihr wollte das nicht?“

Wir scheissen also demnächst auf dieses Gefühl und zwingen unsere
Kinder da hinein – in ihre Sexualität – ob sie wollen oder nicht, ob sie
dafür bereit sind, oder nicht. Ob sie die selber schon wahrgenommen haben
oder eben nicht.

Ticken die noch ganz sauber? Ich hab jetzt Berichte gesehen, wo Kinder
von so einer „Sexualpädagogin“ dazu angeleitet wurden ihren Körper
und auch den des anderen im Kindergartenalter zu erforschen.

Booooahhhh… echt, wenn ich das sehe könnte ich kotzen.

Und damit ist dann der Pädophilie Tür und Tor geöffnet. Denn schließlich
sind Kinder ja sexuelle Wesen. Das ist doch echt ein ganz ganz schlechter
Film. ich kann das nicht glauben.

Das Leitmotto: Hin zu mehr Toleranz. Was HIER toleriert wird ist aber
vor allem eine OPFER-TÄTER Politik und Entwicklung.

Kinder wählen selbst – wann sie gewisse Fragen stellen – wann sie gewisse
Dinge – ja dann aber bitte unter „gleichaltrigen“ ausprobieren.

Wir sind doch nicht NUR sexuelle Wesen? Und ist das die neueste
Entschuldigung dann für Pädophile und Vergewaltiger?

Ich fand schon den Trend, dass Eltern heutzutage immer mehr
versuchen Freunde statt Eltern zu sein, grenzwertig. Eltern sollten
Eltern sein – Freunde kann man sich draußen suchen.

Auf Jugendschutz wird auf einmal völlig verzichtet. Begleitetes
Porno schauen – steht da z.B. auf so einem Stundenplan. o_O

Guckt euch doch die Kinder an. Wie unbeschwert sie die Welt entdecken.
Und das in ihrem Tempo und in ihrer Art. Und da gibt es soviel, dass für
Sexualität immer noch später Zeit bleibt. DAS ist für mich natürlich.

Wenn Kinder in einem gewissen Alter untereinander z.B. Doktorspiele
spielen. Einfach weil sie neugierig sind, dann ist das okay. Aber bitte
lasst den Kindern doch die Wahl.

Ich sehe da nur eine schwere Grenzüberschreitung. Und vor allem, WAS da
alles vermittelt werden soll, ist der Hammer. Ich bin sicher ein sehr
toleranter Mensch – egal ob Homosexualität – Transsexualität – SM –
ich halte mich für sehr aufgeschlossen – aber Kinder in einem gewissen
Alter mit allem was es gibt zu konfrontieren – ich finde das schafft,
genau das Gegenteil – sexuelle Orientierungslosigkeit und Verwirrung.

Ich glaube, dass diese Politik junge Erwachsene heranzüchtet, die nicht mehr
gelernt haben, ihre Grenzen nach Außen zu setzen und zu sagen: „STOP.
Das will ich nicht.“ – oder eben die andere Seite, die dann tönt:

“ Ist doch alles  völlig normal – „stell dich nicht so an – ist doch
das natürlichste von der Welt. Wir sind doch alle sexuelle Wesen“.

Ja selbst intime Berührungen durch Erwachsene. smiley-kochenvorwut

24Und dann geht es ja noch um das Aufheben der typischen Rollenerziehung.
Eben Frauen gehen arbeiten – Männer erziehen die Kinder – MANN und Mann
oder Frau und Frau – oder ja – gleich auch ein Mann-Fünf-Frauen -Familien? Ja
ich frag mich, ob es dann die ganz normale Familie überhaupt noch geben wird
in Zukunft…. denn im Grunde  geht die ganze Erziehung an der normalen Familie
vorbei.

Das heisst aber auch irgendwo – und wenn alles auf Sexualität gemünzt wird.
Weg von Geborgenheit, Liebe, Nähe, Konstanten. Treue? Schaffen wir ab.

Ich gehöre übrigens auch zu den „frühsexualisierten“ – ja und das hatte
Folgen. Und das höre ich immer wieder, wenn ich mich mit Leuten unterhalte,
die in einem viel zu frühen alter mit dem Thema Sex vor allem durch „ältere“
konfrontiert wurden. Auch wenn ich das heute nicht mehr so negativ sehe
und meine Weg „trotzdem“ irgendwie gefunden habe, aber es hat „zuallererst“
mal geschadet.

Und jetzt? Schaden wir den Kindern also nach Lehrplan?

Wer seine Kinder zu Toleranz und Offenheit erziehen möchte, der sollte
das erst einmal auf andere Bereiche vermitteln. Und wenn ihm das gelingt,
dann kann ein Kind das auch später übertragen auf die Sexualität – dafür
benötigt es keinen übergriffigen Unterricht oder Erwachsene die Kinder
nun  nach Lehrplan betatschen? Gehts noch?

Wie kann sich so etwas durchsetzen? Das geht nicht in meinen Kopf.
Das ist für mich übelste Science Fiction. Was da so alles geplant ist und
was da teilweise schon passiert – da kann ich euch nur mal ans Herz
legen euch im Internet unter „Frühsexualisierung“ die Dokumentationen
anzuschauen.

Leider finde  ich auf die schnelle nicht den Link zu dem Bericht, den ich
ausgesprochen gut in diesem Zusammenhang fand. Falls mir der noch
in die Finger rutscht, werde ich ihn noch posten. Die Dokumentation
machte einen interessanten Bogen – von der Frühsexualisierung – über
das immer extremere Pornoverhalten – über Sucht (was eine Folge davon
sein kann – wir erziehen DEN SUCHTMENSCHEN – und das bezog sich
nicht nur auf Sexualität) bis hin zu den Folgen – ja und da kam der Bericht
auf das selbe Ergebnis, wie ich bereits mit meinem Bekannten so ins
Blaue überlegte – und irgendwann wird aus allem Gewalt.

Da sträubt sich in mir alles. Wie können da „normal“ denkende
Menschen mit klar kommen? Also ich kann das nicht.

 

Anleitung zum -in den Wahnsinn treiben-

Oder der Gaslight – Effekt ….

Es gibt Menschen, die beginnen eine Therapie
weil sie wahnsinnig verunsichert sind – in das
was sie sehen, hören, fühlen …. die an ihrer
Wahrnehmung zweifeln. Nicht wissen, ob das,
was sie spüren, noch real ist.

Bei so einem Menschen macht es Sinn sich sein
Umfeld genau anzuschauen … denn es gibt
tatsächlich eine Technik, die einen selbst
gesunden Menschen in den Wahnsinn treiben kann.

Der Gaslight – Effekt – benannt nach einem Film
aus dem Jahre 1940 – und dem Remake „Das Haus der
Lady Alquist“ von 1944.

Zum Filminhalt:
Die Lampen flackern und werden dunkler. Durch die Zimmerdecke sind Schritte auf dem fest verschlossenen Dachboden zu hören. Nur die zartbesaitete junge Paula nimmt diese geheimnisvollen Vorgänge wahr – sie muss deshalb fürchten, dass sie langsam ihren Verstand verliert. Und genau darauf spekuliert ihr heimtückischer Ehemann Gregory. Das Haus der Lady Alquist, inszeniert von George Cukor, ist ein hervorragendes Beispiel für Kinospannung pur. Ingrid Bergman gewann ihren ersten Oscar als Paula, die sich verzweifelt an ihre Vernunft klammert, obwohl sie sich bald selbst für verrückt hält.

Eine Manipulationstechnik – eine Verwirrungstechnik,
der, ist man ihr lange genug – besonders in der
Beziehung ausgesetzt, dazu führt, einen Menschen
nahezu Irre zu machen.

Es sind Kleinigkeiten – die, passieren sie nur
oft genug – dazu führen, dass man mit der Zeit
zweifel an allem und jedem entwickelt.

Wie funktioniert diese Methode?

Ganz einfach… nehmen wir mal an – die Frau (oder
der Mann – egal – ich bin allerdings der Ansicht,
dass sie bei Frauen eher zieht) legt ihren Schlüssel
auf die Garderobe… der Mann verlegt den Schlüssel,
gibt aber an, als sie ihn sucht und an anderer Stelle
findet, er habe ihn nicht angerührt – das müsse wohl
sie gewesen sein. Oder man leugnet wehement Dinge
gesagt zu haben oder getan zu haben, die der Partner
behauptet und schiebt es auf ihre „Wahrnehmungsstörung“
oder behauptet, das sei sie selbst gewesen.

„Du bist ja verrückt“ – „das war doch völlig anders“
„das hab ich nie gesagt“ … „du siehst Gespenster“

Das Offensichtliche wird einem dabei mit Erfolg
ausgeredet … ich muss dabei an solche Begebenheiten
mit Stefan denken, speziell was den Alkohol betraf,
als ich ihm auf den Kopf zusagte, er habe ja die
letzten Tage getrunken und er es leugnete …. aber
mehr noch – angab, er habe nicht an diesen – sondern
an einem „speziellen anderen Tag“ getrunken – und
da hätte ich nichts bemerkt.

Ich hätte schwören können – ich hab es gerochen, an
seinem Verhalten bemerkt… aber innerlich war da der
Zweifelknopf angesprungen. Könnte es sein, dass ich
mich irre?

Als er mir „angeblich“ aus der Klinik einen Brief
geschrieben hat – fiel mir auf, dass dieser ohne
Poststempel versehen war … ich zweifelte daran,
dass er überhaupt noch in der Klinik war … als
ich ihn zwei Wochen später in einem anderen Zusammen-
hang darauf ansprach – vergewisserte er sich erstmal
ob ich noch den Beweis (den Briefumschlag) hätte…
ich war mir nicht sicher – glaubte ihn evtl. entsorgt
zu haben – da redete er mir ein, dass das nicht sein
könnte und ich mir das zusammengesponnen habe …
als er mehr und mehr aggressiv wurde – versuchte ich
mich zu erinnern, ob ich den Briefumschlag evtl. doch
noch hätte und tatäschlich fand ich ihn … aber selbst
als ich ihm den Beweis vorlegt, pochte er darauf,
dass das nicht sein könnte.

Als er mir davon berichtet, dass er eine Zusage von
der Klinik auf eine weiterführende Theapie bekommen
hatte – die dann wenige Stunden später wieder abgesagt
wurde – schaffte er es sogar mich so sehr zu verunsichern,
als er mir das Handy zeigte, dass ich nicht mehr in der
lage war zu kontrollieren, ob diese Anrufe tatsächlich
ein oder ausgegangen sind.

er behauptete, dass sie nicht mehr in der Anruferliste
erscheinen, wenn man die Funktion zurückrufen wählt. :crazy:

Als er mit dem Mädel „der schönheit“ schrieb …. redete
er mir ein, dass er sie nicht eingeladen hätte… dass das
nur meiner kranken Fantasie entsprungen sei… das würde
ich mir einbilden. Und es funktionierte.

Ich hab mich sogar noch bei ihm entschuldigt, weil ich
ja so misstrauisch ihm gegenüber war. :no:

Drohungen, die er aussprach – z.B. wenn ich nicht so
funktionierte, wie er es wollte – waren „nach seinen
Angaben“ keine Drohungen. Wenn du „das tust“ – werde ich
jenes tun….. “ – unter Druck setzen – mit der Verlust-
angst spielen. Das waren alles keine Drohungen …. obwohl
es so offensichtlich war. Ich ihn sogar fragte, ob er
jemals in der Schule so etwas wie Rhetorik durchgenommen
hätte.

Ich hätte gleichzeitig darauf schwören können, dass das,
was ich fühle richtig ist – und doch, zog ich die Möglichkeit
in Betracht, dass ich mich irre…. zu empfindlich bin,
Geister sehe…..

Aggressionen? Nicht er war aggressiv – ich war es. Ich war
diejenige – obwohl ich mich eigentlich die ganze Zeit
sowas von kontrollierte, weil ich vorsichtig sein mußte
… aber sobald ich dann meine Stimme nur geringfügig
erhob – vielleicht auch – um mich seinem penetranten
lauten Organ anzupassen – war ich die hochgradig
aggressive. der Psycho – die Verrückte …. er
behauptete sogar, dass er Angst vor mir hätte, weil
ich ja zu allem in der Lage sei. Er befürchtete, ich
sei diejenige, die ihm in der Nacht das Messer in den
Rücken rammt.

Die offensichtlichen Lügen wurden mit großer Wut und
Zorn verwischt … ich sei ja krank – durchgeknallt –
er gab sich noch nicht mal die Mühe anständig zu lügen…
das reichte zum Schluss völlig aus, um mich zu verun-
sichern. 😦

eine ebenfalls dazugehörende Technik ist das Herunter-
spielen gewisser Situationen …. „das war ja garnicht
so dramatisch“ – „du übertreibst“ – auch da der Satz
„du bist zu empfindlich“ „stell dich nicht so an“.

Unsere Eskalationsabende z.B. oder mein Eindruck, dass
er gerade übergriffig war „so schlimm waren sie doch
garnicht“ 🙄 Ich erinnere mich vor allem an den
Satz, als ich ihn nach einem Abend, andem ich ihn
mehrfach gebeten habe, eine sexuelle Handlung zu
unterlassen und er es v̦llig ignorierte Рdarauf
äußerte „du kannst mich ja wegen Vergewaltigung
anzeigen“ Und tatsächlich fragt man sich dann,
ob man nicht dazu neigt, das überzubewerten.

Das war ja auch völlig abwegig… wir waren doch
in einer Partnerschaft – natürlich würde ich ihn
nicht wegen Vergewaltigung anzeigen. Das war es
doch nicht, oder doch????

Wie dem auch sei …. ich fühl mich nicht
traumatisiert – dann war es das vielleicht nicht?

Die Unsicherheit was das angeht ist geblieben –
aber ich seh mittlerweile das Gaslicht flackern
… und ich weiß, dass es so ist … und wenn
jetzt behauptet – ich seh Gespenster, dann weiß
ich, dass ich mir selbst trauen kann. 🙂

Nachtrag: Es gibt auch ein Buch – allerdings
nur in englischer Sprache… schade …. da
komme ich mit meinem gebrochenen Englisch
vermutlich nicht klar. 😦
Aber wen es interessiert …..
Hier zum Buch „The Gaslight-Effect“