Wie in alten Zeiten

Morgens aufstehen und zuallererst überlegen – Was blogge ich denn heute?
Sich fertig machen – Hund notdürftig versorgen – Post (Emails) durchgehen und
dann das Schreiben-Fenster öffnen. Dabei einen Blick auf die Uhr und denken:

Scheiße zu spät… wenn du jetzt noch anfängst zu schreiben – verpasst du
deine Bahn. Dann im Tran – sich die Jacke anziehen – die Tasche packen und
rausrennen.. und draußen feststellen… jetzt bist du ne viertel Stunde zu früh
unterwegs…. es war nur zum bloggen zu spät, aber gemütlich auf ein Kaffee
sitzen, hätte ich mir noch erlauben können.

Egal – mein Internetspiel muss ich auch noch vor der Arbeit – klar kriegen.

Bloggst du eben auf der Arbeit. KURZ…. hauptsache HIER steht was. 😀

Am Nachmittag Termin bei meiner Oma – die braucht ne Fortgeschrittenen-
Unterrichtsstunde in Facebook. Spielen kann sie schon. Sie kommt eben auf
mich (oder andersrum) – und Einladungen für Spiele kann sie auch schon
massig verschicken. 😀

Ich finde das ja immer witzig, dass meine Oma bei Facebook ist. Witzig finde
ich auch, dass sie jetzt auch Opa im Profil hat. Und ich denke, der weiß davon
überhaupt nichts, denn er ist furchtbar konservativ… und ich kann mir
nicht vorstellen, dass der davon begeistert wäre. ^^ – aber Oma zockt halt
nun mal gerne. Genauso wie ich. 🙂 und das Profil muss stimmen – genauso
wie bei mir.

Mein Ex kommt dann heute für den Hund. Und ich hab ihm auch schon wieder
was zu spülen stehen lassen, damit er sich nicht langweilt.

Meine Laune ist prima – und ich denke, ich arbeite dann jetzt mal ein bisschen.
Angenehmen Mittwoch. 🙂

Frühsexualisierung

Sagt mal, passiert das wirklich? Ich kann das kaum glauben.  Smiley-staun

Die letzten Tage irgendwie durch Zufall überall darauf gestoßen. Ihr wisst
ja – ich bin manchmal ein bisschen Welt-FERN. Kriege sehr oft – sehr
viel nicht mit, was so in der Welt passiert – aber was ist das denn für ne
Oberhammer-gequirrlte-Scheisse? Das kann noch nicht deren Ernst sein?
Wo soll das hinführen?

Da soll jetzt also den Kindern „altersgerecht“ *hüstel* bereits im Kindergarten
sexuelle Inhalte vermittelt werden … das Wort Altersgerecht ist dabei wohl
völlig daneben gegriffen 

Ohne über die aktuellen Diskussionen informiert zu sein, begann alles
mit einem Gespräch, das ich die Tage mit einem Bekannten führte. Wir
redeten darüber – was wäre, wenn Sexualität bis aufs äußerste ausgereizt
wird – und kamen zu dem Schluss – wenn alle Sinne und alle Reize ständig
überstimuliert würden- und alles probiert und versucht wird – man desensibilisiert
und man mit normalen Reizen nicht mehr zu einer Erregung kommt,
sondern immer mehr benötigt (und das ist ja so…. man stumpft ja tatsächlich
ab mit der Zeit) – dann wird aus Sexualität – Sucht und am Ende landet man
bei Gewalt.

Erscheint euch jetzt wahrscheinlich merkwürdig, dass ausgerechnet ich
mich darüber aufrege, wo ich doch S/M liebe. Aber – dazu habe ich im
Alter von 35 gefunden. Selbstgewählt und Selbstentdeckt. Und ich war
erst Mal damit beschäftigt – die gesunden Anteile in mir – von den kranken,
die mich zu SM führten voneinander zu trennen. Ich frage mich,
wo ich heute wäre, wenn ich bereits in jungen Jahren mit allen Möglichkeiten
konfrontiert worden wäre. In einem Alter, wo man selbst noch gar nicht
die notwendige Reife mitbringt, um mit all den Informationen überhaupt
umgehen zu können.

Die Kernaussage dieser sexuellen Früherziehung – ist ja: Der Mensch und
jetzt eben auch das Kind ist ein „sexuelles Wesen“. Stimmt ja irgendwie auch,
aber jetzt werden wir es den Kindern in einem Alter – indem schon von
Natur aus, zwischen Erwachsenen und Kindern ein Machtgefälle herrscht –
aufdrücken und es aus ihm „herauskitzeln“ und da wo noch Unbefangenheit
und Unverdorbenheit ist, wird ihnen doch irgendwo auch die Kindheit
genommen.

ich weiß nicht, ob es nur mir so geht – aber wenn ich zurück denke an
meine Kindheit, so gab es da Situationen – in denen ich mit dem Thema
Sexualität „durch Erwachsene“ konfrontiert wurde, die in mir ein un-
angenehmes Gefühl hinterließen. Damals konnte man es noch nicht
benennen, heute sage ich, da wurden Grenzen – alleine schon durch Gespräche,
für die ich noch nicht bereit war, überschritten.

Könnt ihr euch auch noch an sowas erinnern? Wo eurer Gefühl euch
nur meldete – hier stimmt was nicht? Oder „ihr wollte das nicht?“

Wir scheissen also demnächst auf dieses Gefühl und zwingen unsere
Kinder da hinein – in ihre Sexualität – ob sie wollen oder nicht, ob sie
dafür bereit sind, oder nicht. Ob sie die selber schon wahrgenommen haben
oder eben nicht.

Ticken die noch ganz sauber? Ich hab jetzt Berichte gesehen, wo Kinder
von so einer „Sexualpädagogin“ dazu angeleitet wurden ihren Körper
und auch den des anderen im Kindergartenalter zu erforschen.

Booooahhhh… echt, wenn ich das sehe könnte ich kotzen.

Und damit ist dann der Pädophilie Tür und Tor geöffnet. Denn schließlich
sind Kinder ja sexuelle Wesen. Das ist doch echt ein ganz ganz schlechter
Film. ich kann das nicht glauben.

Das Leitmotto: Hin zu mehr Toleranz. Was HIER toleriert wird ist aber
vor allem eine OPFER-TÄTER Politik und Entwicklung.

Kinder wählen selbst – wann sie gewisse Fragen stellen – wann sie gewisse
Dinge – ja dann aber bitte unter „gleichaltrigen“ ausprobieren.

Wir sind doch nicht NUR sexuelle Wesen? Und ist das die neueste
Entschuldigung dann für Pädophile und Vergewaltiger?

Ich fand schon den Trend, dass Eltern heutzutage immer mehr
versuchen Freunde statt Eltern zu sein, grenzwertig. Eltern sollten
Eltern sein – Freunde kann man sich draußen suchen.

Auf Jugendschutz wird auf einmal völlig verzichtet. Begleitetes
Porno schauen – steht da z.B. auf so einem Stundenplan. o_O

Guckt euch doch die Kinder an. Wie unbeschwert sie die Welt entdecken.
Und das in ihrem Tempo und in ihrer Art. Und da gibt es soviel, dass für
Sexualität immer noch später Zeit bleibt. DAS ist für mich natürlich.

Wenn Kinder in einem gewissen Alter untereinander z.B. Doktorspiele
spielen. Einfach weil sie neugierig sind, dann ist das okay. Aber bitte
lasst den Kindern doch die Wahl.

Ich sehe da nur eine schwere Grenzüberschreitung. Und vor allem, WAS da
alles vermittelt werden soll, ist der Hammer. Ich bin sicher ein sehr
toleranter Mensch – egal ob Homosexualität – Transsexualität – SM –
ich halte mich für sehr aufgeschlossen – aber Kinder in einem gewissen
Alter mit allem was es gibt zu konfrontieren – ich finde das schafft,
genau das Gegenteil – sexuelle Orientierungslosigkeit und Verwirrung.

Ich glaube, dass diese Politik junge Erwachsene heranzüchtet, die nicht mehr
gelernt haben, ihre Grenzen nach Außen zu setzen und zu sagen: „STOP.
Das will ich nicht.“ – oder eben die andere Seite, die dann tönt:

“ Ist doch alles  völlig normal – „stell dich nicht so an – ist doch
das natürlichste von der Welt. Wir sind doch alle sexuelle Wesen“.

Ja selbst intime Berührungen durch Erwachsene. smiley-kochenvorwut

24Und dann geht es ja noch um das Aufheben der typischen Rollenerziehung.
Eben Frauen gehen arbeiten – Männer erziehen die Kinder – MANN und Mann
oder Frau und Frau – oder ja – gleich auch ein Mann-Fünf-Frauen -Familien? Ja
ich frag mich, ob es dann die ganz normale Familie überhaupt noch geben wird
in Zukunft…. denn im Grunde  geht die ganze Erziehung an der normalen Familie
vorbei.

Das heisst aber auch irgendwo – und wenn alles auf Sexualität gemünzt wird.
Weg von Geborgenheit, Liebe, Nähe, Konstanten. Treue? Schaffen wir ab.

Ich gehöre übrigens auch zu den „frühsexualisierten“ – ja und das hatte
Folgen. Und das höre ich immer wieder, wenn ich mich mit Leuten unterhalte,
die in einem viel zu frühen alter mit dem Thema Sex vor allem durch „ältere“
konfrontiert wurden. Auch wenn ich das heute nicht mehr so negativ sehe
und meine Weg „trotzdem“ irgendwie gefunden habe, aber es hat „zuallererst“
mal geschadet.

Und jetzt? Schaden wir den Kindern also nach Lehrplan?

Wer seine Kinder zu Toleranz und Offenheit erziehen möchte, der sollte
das erst einmal auf andere Bereiche vermitteln. Und wenn ihm das gelingt,
dann kann ein Kind das auch später übertragen auf die Sexualität – dafür
benötigt es keinen übergriffigen Unterricht oder Erwachsene die Kinder
nun  nach Lehrplan betatschen? Gehts noch?

Wie kann sich so etwas durchsetzen? Das geht nicht in meinen Kopf.
Das ist für mich übelste Science Fiction. Was da so alles geplant ist und
was da teilweise schon passiert – da kann ich euch nur mal ans Herz
legen euch im Internet unter „Frühsexualisierung“ die Dokumentationen
anzuschauen.

Leider finde  ich auf die schnelle nicht den Link zu dem Bericht, den ich
ausgesprochen gut in diesem Zusammenhang fand. Falls mir der noch
in die Finger rutscht, werde ich ihn noch posten. Die Dokumentation
machte einen interessanten Bogen – von der Frühsexualisierung – über
das immer extremere Pornoverhalten – über Sucht (was eine Folge davon
sein kann – wir erziehen DEN SUCHTMENSCHEN – und das bezog sich
nicht nur auf Sexualität) bis hin zu den Folgen – ja und da kam der Bericht
auf das selbe Ergebnis, wie ich bereits mit meinem Bekannten so ins
Blaue überlegte – und irgendwann wird aus allem Gewalt.

Da sträubt sich in mir alles. Wie können da „normal“ denkende
Menschen mit klar kommen? Also ich kann das nicht.

 

Ein Zeichen

den Zeichen sind wichtig. 😉 Zeichen sind gut.

Jepp – ich lebe noch. Mich hat es nur wieder
VOLL erwischt. 🙄

Nein – keine Grippe – oder ne neue Liebe. ^^
Mich hat wieder ein Spiel völlig in Bann genommen.

Herrrlüüüüsch. Ich liebe das ja.
Ansonsten läuft alles ruhig und gut. Der Job
(hey Рes gab ne Gehaltserh̦hung) Рdie Beziehung
(wer hätte das gedacht). Sport und Bekanntschaften
werden auch weiterhin gepflegt. Obwohl mein bester
Freund auch gerade ein bisschen eingespannt ist
mit seiner neuen Freundin.

Und mit der Familie hatte ich auch wieder
sehr nette Tage. Wir hatten ja durch die Hochzeit
wieder ein bisschen mehr Kontakt gehabt – dann noch
ein Geburtstag. Und mir fällt immer wieder auf,
wie toll sie sind… wie tolerant und offen und
herzlich. Das war echt mal anders. 🙂
Also so was bestimmte Dinge angeht. *flöt*
Sie springen doch echt immer wieder über ihren
Schatten. Deshalb entschuldigt, wenn ich
momentan ein bisschen ruhiger hier bin.

Und jetzt muss ich einkaufen. Țpfe Рweil
die meine Spielleidenschaft auch nicht über-
standen haben. :)) Aber es gibt schlimmeres, richtig? 😉

OK – das kann man jetzt vermutlich nur als
eingefleischter Zocker verstehen. 😛
Schön dabei ist auch, dass Lars und ich das Hobby teilen.
Damit wären es schon zwei oder drei? :>>

Ich werde bald sicher wieder aktiver schreiben.
Sorry …. und das tapezieren nehmen wir jetzt
bald auch in Angriff. Vermute ich. |-|
Obwohl. Das hat Zeit. Läuft ja nicht weg. *hehe*

Aber ich denke noch an euch. Doch gerade ist
alles schön. Ich hoffe, bei euch auch.

Chaotisch – Schön

Vielen Dank an alle, die mir zum Geburtstag gratuliert haben.
Ich hoffe, ich habe alle Blogeinträge gefunden. – für die
vielen netten Privatnachrichten und Wünsche möchte ich mich
hier im Rundumschlag bedanken. 🙂

Der Geburtstag war… chaotisch….. schööööön 😛
Manches mal, wenn alles drunter und drüber geht, wird es
so richtig nett und spassig. Irgendwie hab ich mir echt
ziemlich wenig Gedanken im Vorfeld gemacht. *flöt*
z.B. über so Dinge wie…. wo sitzen die Gäste? Werden sie
überhaupt alle sitzen können? Kuchengabeln? Öhm…. jo so
drei Stück müßte ich tatsächlich besitzen, oder was gehört
außer Bier noch in den Kühlschrank zu solchen Anlässen. |-|

Ja – ich war etwas planlos und schon damit überfordert, als
meine Eltern neben den vielen Kuchen mit einem deftigen Auflauf
kamen – der ja nunmal warm gegessen werden sollte/mußte… und
ich das Gefühl hatte – ohje jetzt gibts Essensstress. Und
doch eigentlich geplant hatte noch den Salat mit frisch
Champions und Speck aufzupeppen. Der Auflauf war ja eigentlich
für später angedacht. Naja – aber jeder so wie er mag. XX(

Wieviel ich an dem Tag gequalmt habe, verrat ich besser nicht. *seufz*
Aber meine Stimmung war dann eigentlich ziemlich gut – trotz
der ganzen Gastgeber-Schwächeleien – die ja irgendwie auch ihren
Charme haben. 😳

Und mein Ex Mann hat wieder übertrieben, was die Geschenke angeht…
der Brüller war unter anderem eine Klobürste – ich erhielt zwei an
der Zahl… und da hatte ich noch verdammt viel Glück…. es hätten
sogar 5 werden können, weil meine letzte Klobürste bei einer
Aggressiven-Suchenden Attake mit einem Aschenbecher kollidiert war,
welcher eigentlich meinen Ex-Freund treffen sollte U-( *hust*
Naja – jedenfalls hatte ich mir diese Klobürste wohl zu häufig
gewünscht :crazy:

Aber mein absolutes Lieblingsgeschenk *seufz* : Ein paar
hochhakige Schuhe. soooo geil. ^^

Die wollte ich garnicht mehr ausziehen.

Und ich war äußerst entspannt… ja sogar beim Essen. Jedenfalls
im späteren Verlauf des Abends. Und gegen Mitternacht war dann
auch schon alles wieder vorbei.

Es war im Nachhinein auf jeden Fall ein sehr schöner Tag. :yes:

Die Ranch

Auszug aus einer privaten Nachricht….
ein kleiner Einblick in meine Kindheit

Es ist nicht unbedingt meine Bildung, die mich auszeichnet *flöt*
Es sei denn, wir sprechen von EQ…. für den IQ – ach da such dir
bitte einen anderen Gesprächspartner 😉

ich komme aus einer sehr einfachen Gegend…. in Amerika hätte
die Wohngegend wohl den Namen „Slum“ getragen ^^ – nun bei
uns wurde sie liebevoll Shiloh (ausgesprochen Scheilo) oder
die Ranch genannt. 🙄

Froh bin ich nur, dass man mir nicht anmerkt, dass ich von dort
komme. Und meine Sprache im Gegensatz zu manch anderen von
dort unauffällig geworden ist. Ohhhh…. ich hab das Scheillo-Kind
noch in mir *grins* – und in gewissen Situationen und Anlässen,
darf es auch ruhig mal erscheinen ^^

Aber die Menschen dort waren nicht unbedingt für ihre
Intelligenz Gesprächsthema. Sie waren einfach – sie waren arm.
Läusekinder – dreckig – verwahrlost. Vieles wurde durch die Faust
und Schlägereien geklärt – aber niemals groß untereinander. Da
hielt man zusammen.

Nein – ich war nicht so verwahrlost…meine Familie hat
immer versucht mich da „sauber“ und „raus“ zu halten.
Sie waren auch nicht davon angetan, dass ich allzuviel Kontakt
zu den anderen hatte. Also war ich eher selten mit den Kindern
spielen – manchmal trafen wir uns heimlich im Wald…. jedenfalls
durfte es meine Familie nicht mitbekommen.

Doch eins muss ich sagen – diese Menschen waren, wenn auch
nicht die größten Lichter, die sozialsten und loyalsten Menschen,
die ich je wieder kennengelernt habe. Wenn man zu ihnen gehörte,
dann war man sicher. Ich gehörte zu ihnen, (und darauf war ich
auch ein bißchen stolz) selbst wenn ich nicht,
oder kaum den Umgang pflegte….. nicht, weil ich es nicht wollte,
sondern weil meine Familie ein Auge darauf hielt, mit wem ich
zusammen war und spielte.

Vielleicht habe ich deshalb nicht diese auffällige Sprache gelernt….
ja – nennen wir es ruhig – den Assie-Slung. Aber man kann sagen,
was man will. Sie waren überaus sozial und kümmerten sich um
jeden aus ihrer Gegend. Und wenn einer in Not war, dann hatten
alle ein Problem und kümmerten sich darum. Man war in dieser
Gemeinschaft auf gewisse Art und Weise geborgen und sicher.

(oh gott…. jetzt hab ich doch mal den Namen „Shiloh-Ranch“
gegoogled und dabei bin ich auf eine US-Western-Serie aus den 70ern
gestossen *lach* – verdammt…. noch ne Bildungslücke…. na die
sollte ich mir bei der Geschichte, wohl auch mal anschauen :)) )

Ostern und anderes

da war ich gestern bei der Familie
und hatte nur für die Gastgeberin
ein paar kleine Osterblümchen, die
schon etwas verwässert aussahen als
Osterpräsent dabei.

Und dann kamen meine Großeltern, meine
Eltern, meine Cousine – die sich echt
Mühe gemacht hat und jedem einen kleinen
Osterkorb zusammengestellt hat mit
selbstgebackenen Lämmchen und Häschen,
und ich krieg nen Emotionalen.

Ich hab immer wahnsinnig gerne geschenkt.
Nein – es ging auch nicht um materielle
Werte – aber selbst für so Kleinigkeiten
fehlt es derzeit an Möglichkeit – und
meine Familie ist gross. 😦

Ich kam mir echt erbärmlich bei der
ganzen Schenkerei vor. Aber es bringt
ja nichts….. es geht ja leider nicht.

Doch einen Lichtblick gab es dann doch.
Mein Chef hat sich zwar immer noch nicht
bei mir – aber bei meiner Cousine
gemeldet – und gefragt, ob ich irgendwas
erwähnt hätte von meinem angeblichen
Lohnverzicht. 🙄

Sie hat dann bejaht und ihm gesagt,
dass mich vor allem geärgert hätte, dass
er mich jetzt schmorren lässt und nicht
mehr ans Telefon geht.

Tja – er hat sich ihr gegenüber dann
gerechtfertigt und nur gemeint, er würde
ans Telefon gehen- aber zu Ostern will
er von Geschäftlichem nichts hören.

Noch so ne Spinnerei. Der brauch doch
nur anzurufen und zu sagen, das war ein
Irrtum – dann wäre ich doch beruhigt. :-/

Aber ein Irrtum war es ja mit Sicherheit
nicht…. ich würd mal sagen, ein Versuch
mich zu bescheissen, war es allemal.

Bin jedenfalls jetzt ein wenig besserer
Dinge. Werde am Dienstag anrufen und
hoffen, dass ich meine Kohle, dann doch
noch kriege. Sonst wird es diesen Monat
echt übel. Und es ist Quartalsende….
d.h. ich rechne mit der Abbuchung des
Tagesgeldes für meinen Krankenhaus-Aufenthalt.

Mal schnell so 310 Oken. Ich hoffe, der
(mein Chef) macht mal hine mit der Klärung.
Dem tut es nun wirklich nicht weh und ich
brauche es dringend. *seufz*

Aber die Feier war schön. Und ich bin so
stolz auf meine Cousine, wie sie das alles
schafft mit ihrem Nachwuchs. Das hätte ich
ihr nicht zugetraut. Und ich bin so froh,
dass da kein negativer Gedanke mehr geblieben
ist (wegen meiner Fehlgeburt) – das könnt
ihr euch garnicht vorstellen. 🙂

Ich geniesse es richtig….. so ein bißchen
heile Welt zu beobachten. Echt toll.

Neues Leben

Meine Cousine ist gestern endlich Mutter geworden.
Wurde auch Zeit, denn sie ist aufgegangen wie ein Hefekuchen.
Ihr erinnert euch? Die Cousine die fast zeitgleich mit
mir von ihrer Schwangerschaft erfuhr.

Ich freu mich riesig und heute Nachmittag geh ich mir
den „scheinbar besonders gut“ gelungenen Jungen 😉
auch mal anschauen.

Bis dahin muss ich allerdings ein bisschen verdauen.
Komme nicht herum, mich an die Zeit vor 8 – 9 Monaten
zu erinnern – als ich dachte, ich würde auch Mutter.

Wir hatten uns ja alles schon so toll ausgemalt. Zu der
Zeit haben wir ja auch gemeinsam im Büro gearbeitet.
Wir hatten schon so ein super Verhältnis und die
Vorstellung, dass wir gemeinsam das alles mitmachen
trotz des Altersunterschieds von gut 15 Jahren, war
irgendwie spannend.

Das endete dann mit meiner Fehlgeburt. Ich hab die
letzten Monate nicht mehr darüber nachgedacht.
Nach einer Übergangszeit, war ich ja auch so weit
zu befinden, dass es besser so war.

Heute holt mich der Gedanke wieder ein bisschen ein.
Ich war einen Monat vor ihr ausgerechnet. Genau auf
den Tag.

Ich freu mich total für sie – aber irgendwie bin ich auch
ein wenig traurig. Eigentlich sollte ich Luftsprünge machen.
Es hätte eh nichts geändert an der Beziehung.
Bis auf den einen Punkt vielleicht. Ich wäre nicht allein
gewesen.

Der ständige Machtkampf

Vor 1 ½ Jahren entdeckte ich SM für mich.
Ich machte mir dazu meine Gedanken, woher
die Neigung kommt. Und entdeckte viele kleine
Anzeichen / Vorzeichen – einiges, was mich dafür
geradezu prädestinierte. Hier mal einige Gründe
rein aus Familiensicht.

Ich komme aus einer Familie in der die Frauen die Hosen
anhaben und das sagen haben. Außerdem gibt es eine strikte
Hierarchie. Ich war altersbedingt am Ende der Kette, aber, ich
hab versucht mir die Macht zu erkämpfen – von unten nach oben
und das schon recht früh. Obwohl man mir das Recht darauf
abspenstig machte und mich aufgrund der niederen Stellung
in der Familienaltersstruktur, als die Schlimmste einstufte.

Jedenfalls….. ich sehe das anders, denn ich war eigentlich
nur genauso. Ich war nicht schlimmer als sie, ich war nur nicht
bereit mich zu beugen, nur weil ich die jüngste war.

Beziehungen zwischen Mann und Frau haben aber für mich was
von Machtkampf beibehalten. Da war ich immer schon massiv –
aggressiv und schwer zu Händeln. Eigentlich hab ich laufend
provoziert. Dabei gefiel mir diese Machtstruktur vom Grunde
her überhaupt nicht.

Die Männer, die in die Fänge der Familie gerieten, hab ich
eigentlich bedauert. Sie waren hier die Opfer. In Ihrer
Mannesachtung unterdrückt. Man könnte sagen – fast schon kastriert.
Oft hab ich mich gefragt,warum da nicht mal einer austickt.
Körperlich hätten sie die Sache für sich entscheiden können,
aber sie waren sanft wie Lämmer, weil sie den Konflikt scheuten.

Darin waren wir einfach Groß. Wir Frauen waren nicht konfliktscheu
oder harmoniesüchtig. Interessen wurden durchgeboxt – koste es,
was es wolle.

Aber tief in mir eigentlich der Wunsch: Verdammt noch mal….
lass dir doch nicht alles von mir/von Ihnen gefallen. Setzt Grenzen.

Ich glaube, ich hätte damals nur einen Partner akzeptiert, der
es mir entweder genauso unangenehm hätte machen können
oder der seine körperliche Überlegenheit nutzt um mich zu stoppen.

Damit hätte er all meinen Respekt verdient.

Die meisten Freunde / Männer waren allerdings vom Grunde her
so erzogen – dass man keine Frauen schlägt. Und gerade dann
habe ich sie so lange gepiesackt, bis sie ihre Ansichten über
Bord warfen. Sie taten es alle. Und dann kam es noch drauf an,
wie sie es taten.

Der, dessen Schuld ihn beherrschte. Den hatte ich in der Tasche,
wenn er ausrastete. Wer nicht ausreichend dazu stand… und sich
anschließen selbstkasteite, den hatte ich durch meine Provokation
so weit gebracht seine Prinzipien über Bord zu schmeißen, dass
ich selbst dort als Geschlagene „Gewinner“ war.

Einem Ex-Freund hab ich in solchen Situationen kackdreist ins
Gesicht gelacht, wenn er mich geschlagen hat, weil er im Grunde
genommen hilflos war.

Die richtigen Arschlöcher, hab ich zumindest nicht in den
Beziehungen kennen gelernt. Das wäre sicher schön hässlich geworden.

Dabei hatte ich – und das war wohl der Unterschied zwischen mir
und dem Rest meiner Familie (weiblicher Gattung) – immer den Konflikt
zwischen Schuld und innerer Ablehnung meines „erlernten Verhaltens“
und der Verletzung, die ich den Freunden zufügte gespürt.

Das waren dann auch so Momente, in denen ich mir im Bett wünschte,
von Ihnen geschlagen (bestraft) zu werden. Vielleicht kam da einer
mal dem Wunsch nach – aber das war kein SM – das war damals noch
Psycho. Weshalb sich die meisten auch weigerten, dass nach einmaligem
ausprobieren weiter zu betreiben. Sie haben es nicht kapiert.
Mich nicht verstanden. Das war meine Form der Männerbefreiung.

Mein Ex – er war damals besoffen – ist einmal in einem Streit,
indem ich massiv gegen ihn angegangen bin, ausgerastet.
Hat mich zu Boden geworfen und mich gewürgt. Ich hab gedacht – jetzt
bringt er mich um. DAS war ein Moment, indem ich ihn das erste Mal
wirklich respektierte.

Ich war damals derjenige, der Männer geschlagen hat. Da bin ich
nicht stolz drauf – ich war damals wie gesagt ziemlich kaputt.
Aber eigentlich nur, weil ich mir wünschte: Lasst das nicht mit
euch machen. Wehrt euch – verdammt noch mal.

Meine erste Aggressionstherapie machte ich mit 19. Erfolglos,
weil der Therapeut sexuelle Anspielungen machte. Damit hatte er sich
ebenfalls als „Opfer“ qualifiziert.

Mit 25 – zu der Zeit war ich sehr ruhig geworden – weil ich
mittlerweile unter der Essstörung litt. Und da die Aggression in Auto-
aggression umgeschlagen war, lernte ich dann tatsächliche Aggressions-
bewältigung. Denn eigenes Leid schmerzt bekanntlich mehr, als mitgefühltes.

Ich würde sagen, das ist mir auch verdammt gut gelungen.

Aber noch heute merke ich, dass ich dazu neige gemein zu werden, mir
nicht die Butter vom Brot nehmen lasse. Mein Dinge fahren will mit
allen Mitteln.

SM ist da ein gutes Werkzeug geworden mich zu bremsen auf
spielerische Art. Gesünder. Es muntert mich sogar noch auf.

ich habe wieder einen netten Mann erwischt. Ist auch gut so. 😉
Aber ich hab ihm auch mal in einem Moment gesagt: Wenn
wir den SM nicht hätten, ich würde dich fertig machen.

Aber er hat da ein gutes Mittel gefunden. Es fängt ja meist harmlos
an. Ich werde ein bisschen fies – ein bisschen übermütig. Das Machtspiel
beginnt. Im Alltag hilft mir dann das Bewusstsein – ich bekomme es im
Bett zurück.

Er beginnt dann (und ich finde, das hat schon eine eigene Situationskomik
und es erheitert mich jedes Mal) mir eine Zahl zu benennen, wie viel
Schläge mich mein Verhalten kostet.

Und da ich weiß, wo meine Grenzen sind, werde ich vielleicht noch ein
bisschen weitermachen, er wird die Zahl erhöhen, aber ich werde
vorsichtig sein, und mich nicht übernehmen. 😉

Außerdem hilft es mir zu wissen – der nette Mann neben mir –
kann ganz schön fies sein. *grins*

Aber um auch hier dem einseitigen Bild vorzubeugen…. ich bin heute
doch eher sanft und freundlich…. mein Partner schafft es sogar mich
durch seine Art oft runterzubringen /einfach ruhiger zu werden.

Nur so manchmal… da kommt so ein bisschen von früher noch in mir hoch.
Heute allerdings wird es umgewandelt in ein nettes Vorspiel. Da haben wir
dann beide was von 😉

Alles-ist-Bestens-Eintrag

Na also. Kaum hat der neue Gedanke etwas Zeit gehabt um zu sacken
– siehe da – fühlt er sich doch gar nicht mehr so gruselig an.

Uns geht’s prima. Die Spannungen aus der Entscheidungsphase
liegen hinter uns. Wir hatten schöne Feiertage. Das Verhältnis
zur Familie war irgendwie auch ganz entspannt, die erstaunlich
gut, auf DIE Nachricht reagiert haben.
Damit hat ja auch wirklich niemand gerechnet.

Und das neue Unbekannte, was meinen Partner und mich
erwartet, kommt uns gar nicht mehr so unheimlich vor.

Bin jedenfalls so was von gut gelaunt :lalala:
– da überlegt man sich zweimal, ob man einen langweiligen
„Alles-ist-Bestens-Blogeintrag“ schreibt.
Deshalb fasse ich mich mal kurz *schmunzel*

Ich fand trotzdem – ich sollte es mal erwähnen. 😉

Schwer egozentrisch

„Ich habe ausnahmsweise dieses Mal nur an mich gedacht!“

sagt meine Mutter – betont ihn dabei auf eine Weise, dass er noch in den
Ohren nachklingt, nachdem sie mich mit meinem neuen Freund eingeladen
hat + die Großeltern. Das ist schon eine gefährliche Konstellation,
die Spannungspotential birgt. Die Einladung zu Ostern – die meine Mutter
gerne ausfallen gelassen hätte (um ihre Nerven zu schonen). Das meint
sie mit dem Satz – sie hätte dabei nur an sich gedacht.

IRONIE EIN: Was sie ja nie tut. 🙄

Wer wird schon so herzlich eingeladen. Und über den Satz könnt ich
wiedermal so richtig austicken. Aber ich hab ihn geflissendlich
überhört.

Man sagt mir ja auch eine gewisse Egozentrik nach, aber das
schlägt alles. Im Vergleich zu ihr – bin ich Schüler erster
Jahrgangsstufe – und sie ist erfahrener Großmeister.

Man muss sehr sanft mit ihr umgehen, weil sie alles auf sich bezieht.
Leider hat sie dafür selber überhaupt keine Antenne. Ich habe selten
einen Menschen mit schlechterer Selbstwahrnehmung kennengelernt.

Alle Welt schont und achtet auf sie. Informationen werden
zurückgehalten, aus Rücksicht auf IHRE Gefühle. Meine Trennung von
meinem Mann – hat SIE noch nicht überwunden. Hach Gottchen.
Ich wusste nicht, dass sie darin so eine wichtige Rolle spielt.

Es gibt diese Menschen, die sich einbilden eine Rolle zu spielen in
einer Situation, die sie selbst nicht tangieren sollte und überhaupt
nicht betrifft. Sie sind Randfiguren, aber weil sie soooo wichtig
sind – sind sie es eben doch nie.

Es ist so anstrengend ständig darüber nachzudenken, womit man sie jetzt
persönlich belastet. Was man besser nicht erzählt und was ihre Gefühle
wohl bei Dingen sind, die sie eigentlich nichts angehen.
Ihre Gefühle sind verdammt wichtig. Das ist schon mal Fakt.

Wenn man sein Leben versucht nach eigenem Gefallen und Vorstellungen
zu gestalten, muß man auf jeden Fall bedenken, dass es ihr nicht in den
Kram passen könnte. Und man tut es – das immer wieder gedanklich mit
einzubeziehen. Doch dass man ständig Rücksicht nimmt. Das sieht sie
nicht.

Man könnte jetzt sagen: Sie ist ja auch meine Mutter, aber ihre Rolle
ist immer wichtig. Egal ob als Schwester, als Tante – oder als Freundin.

Wer sie in das Leben einschließt – und als Familienmitglied hat
man nunmal keine Wahl, dann ist das höchste – das wichtigste, was
man IHR mit den eigenen Lebensplanung antut. Kapiert? Alle haben es
kapiert.

Ich hab keine Lust mehr da mitzuspielen. Ich bekomme statt dessen große
Gelüste, sie mal gewaltsam auf ihre Nichtigkeit und Unwichtigkeit zu
stoßen. Leide von mir aus, aber halt die Klappe. Tu es für dich im
stillen Kämmerlein. Du bist nicht der Mittelpunkt dieses Universums.