Singen…. weils Laune macht….

wie ich schon erwähnte, habe ich seit zwei Wochen wieder riesen
Lust auf den Rock-Pop-Chor – zu dem ich regelmäßig gehe.
Letzte Stunde hatten wir Sound of Silence und Barbar Ann geprobt.
Neben einzelnen Songs – arbeiten wir an einem Abba-Medley –
das „durch gesungen so an die 20 bis 25 Minuten benötigt.

Und damit ich die Woche auch ein bisschen üben kann, hab ich
mir mein Mikro wieder an den Laptop angeschlossen. 🙂

zieh mir über Youtube – wenn vorhanden einzelne Karaoke-Versionen
runter und probier mich in einzelnen Stücken. Habe dafür eine gute
kostenlose Software im Internet gefunden – nennt sich Audacity.

Das Programm funktioniert, wie eine Spurengerät. man kann
einzelne Aufnahmen in einer Einzelspur speichern – bearbeiten,
Spuren zusammenführen .. und es ist wirklich recht einfach zu
handhaben.

Da aber Youtube nicht unbedingt die tollsten Karaoke-Versionen
bereit hält, hab ich mich wieder anderweitig im Netz umgesehen und
eine tolle Seite gefunden.

Karaoke-Version
Karaokee

hier hat man einen riesen Fundus an Songs, die man probehören kann und – was auch
ganz toll ist – sollte die Tonhöhe für die eigene Stimme nicht passen – sogar von der
Stimmhöhe anpassen kann.  ein Download kostet allerdings 1,99 Euro – aber ich hab
ja nicht vor, die Plattform runter zu laden, sondern eben immer mal „einen“ Song, an
dem ich arbeiten möchte. 🙂

Wenn Songs fehlen – gibt es eine Wunschliste – die man anklicken kann. Und man
wird benachrichtigt, wenn die Karaoke-Version erscheint.

Bei der Auswahl der Karaoke-Versionen kann man auch bei Duetten zum Beispiel
wählen, ob man Hintergrundstimmen haben möchte – z.B. auch die männliche
Begleitung – oder die Weibliche – oder aber auch nur den Backround -Gesang,
oder ob man beides weglassen möchte.
Ich bin wieder toooootal begeistert. Smiley-tanzen

Und suche mich blöde. XD

Man braucht also wirklich nur „ein Mikrofon“ (ne Socke – danke für den Tip).
Die Raumaufnahme wird tatsächlich besser, wenn man eine Socke über
das Mikro packt. ^^ – das Audacity – Programm – und wer anschließend seine
besungenen Songs dann zum Beispiel als MP3 abspeichern möchte, der
benötigt noch ein Programm zum Umwandeln in MP3 – auch da gibt es
ein kostenfreies Programm – da nutze ich z.B. Format-Factory.

Was meine Nachbarn davon halten – weiß ich zwar nicht, aber ich hab hier
ne Menge Spaß. 😛 … aber jetzt gehts erst Mal zur Eisdiele. Wünsche euch
ein schönes Wochenende.

Geocachen – Erinnerungen

Ich wollte doch in Erinnerungen schwelgen – ist eben nur ein bisschen
schwierig, wenn man den Mensch, mit dem man eben auch schönes
erlebt hat, eigentlich nicht mehr erwähnen – sondern am liebsten und
für die nächste Zeit noch ausblenden möchte. 

Aber als ich gestern an unsere Geocaching Zeit zurück dachte, tat
das nicht mehr weh – das waren wirklich die schönen Erinnerungen,
von daher versuch ich es mal. 🙂

Das Geocachen war jedenfalls etwas, was uns beide verband und
wo wir beide gemeinsam begeistert – alles andere vergessen konnten. 
Die ganzen anderen Probleme. 

Und es war verrückt. Wir waren verrückt – darin. 

Mir gefiel von Anfang an das „kindliche“ an dieser  Schatzsuche.
Man tat Dinge, die man in der Regel als Erwachsener nicht mehr
tut. Auf Bäume klettern – im Dreck wühlen. Man verhält sich „komisch“
– man pfeift auf das, was andere gerade denken… und das empfinde
ich immer als sehr befreiend. Man war „man selbst“ – so fühlte sich das
für mich an. 

Meistens waren wir am Wochenende cachen. Wenn schlechtes Wetter
war – stiegen wir einfach ins Auto – und versuchten dem Wetter zu 
entkommen. Dahin wo es trocken war – dahin – wo es uns hin verschlug. 

Einen Tag – wir waren nicht schnell genug unterwegs, und das Unwetter
hatte uns eingeholt – aber es war egal, weil da war noch ein einsamer
Cache, den wir noch mitnehmen wollten. Also stiegen wir aus dem Auto,
es goß in strömen, es blitze und donnerte – wir befanden uns irgendwo 
im Industriegebiet und die Koordinaten führten uns zu einer Verkehrsinsel
in einem Kreisverkehr. Dort mussten wir suchen. Und das nach
Cacherregel – so unauffällig wie möglich.  Unauffällig waren wir
bestimmt nicht. Wir standen auf dem Präsentierteller. Und die Autos
fuhren an uns vorbei… und ich denke, jeder fragte sich, was wir beide,
bei diesem Scheißwetter – wohl auf der Verkehrsinsel trieben. 🙂 

Wir warteten dort, bis weniger Verkehr war und wir in Ruhe suchen konnten.
Wir waren pitschenass – und was wir besonders „unauffällig fanden“, war
uns dann eben dort zu küssen. Hhmm… das war schon schön – und witzig. 
Und wir mussten beide so lachen über die Situation. Na jedenfalls – daran
denke ich sehr gerne zurück. 

Auch wenn wir abends beim Fernsehen  in einer Werbepause – und ich 
habe in der Zeit sehr gerne Rätselcaches gemacht. Also solche, wo man
in vorarbeit erst die Koordinaten irgendwie herausbekommen musste,
auf einmal unbedingt noch zu den neuen Koordinaten fahren mussten,
weil wir den Cache noch bergen mussten.

 Oder der Tag, an dem wir einen Zahlendreher in unserer Lösung hatten,
und wir zig Kilometer vom eigentlichen Cache entfernt irgendwo mitten im
Acker standen und verzweifelt etwas suchten, was nicht da war…. bis wir
dann im Auto noch mal alles überprüften und uns der Fehler auffiel. 🙂

T5er-0106-cliffhanger

Besonders spannend waren immer die Brückencaches. Solche, die
über einen Bach führten – wenn man nicht wusste, ob man den Cache
nun trocken bergen konnte, oder ob voller Einsatz gefragt war und man
auch ins Nass steigen musste. Wir sahen manchmal aus 😀 – wie die kleinen
Schweine. Einen Tag hab ich mich mal so richtig reingesetzt. Und so ging
man dann noch kilometerweit – entweder zum Auto oder eben nach 
Hause, wenn es ein Ortscache war. 

Bei einem Versuch einen Baum zu erklärten riss sich L. an einem
Tag mal komplett die Hose auf – die hintere Seite. Ausgerechnet
an diesem Tag, hatte er wohl entschieden – auf seine Unterhose
zu verzichten. o_O und sein nackter Arsch war völlig entblößt. *lach*
Aber er war bei sowas auch äußerst schmerzfrei. Ich hab zwar
versucht ihn zu decken, vor allem wenn Polizeiwagen an uns vorbei fuhren,
um nicht wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses abgeführt zu werden,
aber wenn kein Polizeiwagen in der Nähe war, trug er seine offenen
Stellen äußerst selbstsicher und selbstbewusst zur Schau. 😛

Und ich hab mich beümmelt vor lachen. Aber der Anblick war echt
nett. Hach…. er hatte schon nen schönen Hintern. *flöt*

Für mich hatte das Hobby auch den Nutzen, dass ich damit wieder
geländefähiger werden wollte. Normalerweise geht man doch als
„Muggel“ (so nennt man alle Nicht-Cacher) nur auf normalen Straßen
und Wegen. Man betritt kaum irgendwo unzugängliches Gelände.
Das hatte für mich auch seinen Reiz. Denn man war auch
schon ein bisschen stolz, wenn man zu einem schwierigeren Cache
vorgedrungen war und ihn geborgen hatte. 

Man kam einfach auf bescheuerte Ideen…. nur für ein „virtuelles
Cacher-Abzeichen“ fuhren wir ins Ausland um unseren ersten
Auslandscache zu bergen. 

Man verliert auch mit der Zeit jede Scheu vor allem was kreucht 
und fleucht. Ich weiß nicht, wie viele Schnecken wir umgedreht haben,
um sicher zu gehen, dass es kein Cache ist. 😛  Man streichelt Kröten-
köpfe – versehentlich. *uaaahhh*

an der Stelle – kann mir mal jemand erklären, wie ein Frosch oder
eine Kröte ungefähr auf Augenhöhe in ein Baumloch kommt? o_O
Kein Scherz. 

Jedenfalls wir stapften durch Dornenhecken und Brennnesseln. Man
holte sich schlieren und Schürfwunden beim Versuch einen Baum zu
erklettern. Und  Mückenstiche natürlich ohne Ende und hatte Spaß
dabei.

L. war sehr groß, aber manchmal reichte das nicht um hohe Caches
zu bekommen – da war Teamwork angesagt – und da musste ich dann
auch ihn erklettern. Auch eine wunderbare Übung fürs Gleichgewicht
oder/und fürs Vertrauen?! 🙂

Und natürlich gab es diesen kleinen Wettstreit – WER findet den Cache
zuerst. 

Eine echt tolle Zeit. Wunderschöne Touren. Tolle Gegenden – und
originelle Caches und Verstecke. 

Naaa????? Lust auf einen T5er????

Ich muss das noch mal aufgreifen aus meinem letzten Beitrag
– tja weil ich auch so ein bisschen in Erinnerungen schwelge, seit
der Ansprache. 😛

Es war ja echt ne geile Zeit mit dem Hobby: Geocachen.  Egal ob
jetzt T1 oder T5 (Schwierigkeitsstufe) – was so ein T5er sein kann,
das möchte ich euch aber erst Mal hier zeigen. 

Geocachen heisst eigentlich – irgendwo einen versteckten kleinen
oder größeren Cache (Schatz) zu bergen. Meist hat man nur die Koordinaten,
manchmal hat man noch nicht mal das, und muss vorher einige Rätsel
lösen. 🙂 …. und sich die Koordinaten erst errechnen bzw. erraten. 

Die T5er waren dann eben sowas wie die Extrem-Caches. Für den
wahren Adrenalin-Junkie. Nicht einfach zu bergen, oft nur mit spezieller
Ausrüstung und Erfahrung – sei es beim Klettern – beim Abseilen –
Höhlenforschen oder auch beim Tauchen, für die Unter-Wasser-Caches.
Hier nur mal ein paar Beispielbilder von Cachern. 😉

t5er-kletterwand

t5er-cliffhT5er-brücke

t5 Frankdornberger-wasser

Das waren eben die Obercracks. Ich finde das schon irre spannend,
also – ist nicht so, als würde mich das nicht reizen,  aber
„ich trau mich nicht“  Smiley-floet

Ich hab es in meiner kurzen Casher Zeit – ich glaube – wenns
hoch kommt nur auf nen T3er geschafft (oder war das noch T2) o_O 

So – und jetzt käme das „in Erinnerungen“ schwelgen … aber das 
bring ich dann lieber morgen. Sonst wird der Beitrag zu lang. 🙂

Statt dessen dann hier lieber noch ein Video von einem T5er –
da gehts in die Tiefe. Ist schon Abenteuer pur. Haaaach…… 
aber das Gefühl dabei muss einfach irre sein. 🙂  … und hier
machen das noch locker die Kids. Hammer. 

80er Jahre Blumenkugel

Die älteren erinnern sich vielleicht noch daran…
es war mal ne Weile ziemlich modern…. Blumenkugeln-
Gestecke.

Irgendwie ist mir das vor Wochen nochmal eingefallen,
und auch, dass meine Mutter mal so eine Kugel hatte
und seit dem hab ich ein neues Hobby. Alle paar Tage
geh ich Pflanzen suchen…. alles – was man draußen
so findet. Das schöne ist, dass es die Spaziergänge
auch viel interessanter macht – und es gibt so schöne
Dinge draußen, auf die ich vorher nie beachtet habe.
Man verändert seinen Blick dabei.

Manchmal nur wildblühende Pflanzen oder Unkraut…
manchmal erwisch ich auch ein paar Vorgartenblumen,
die übers Gelände gucken *flöt* Außerdem hab ich
nen Deal mit meiner Blumenhändlerin hier auf der
Straße… die mir die Pflanzen, die sie aussortiert
und wegschmeisst, anbietet. D.h. das ganze kostet
mich nix. 😉

Ich hab euch mal ein paar Aufnahmen gemacht. Leider
kriegt meine Webcam die Gläser nicht so schön in
Szene gesetzt, wie sie tatsächlich sind…. aber einen
Eindruck vermitteln sie euch zumindest schonmal 🙂

Und das sind z.B. ein paar meiner bisherigen Gestecke…

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Wie gesagt – im Original sehen die Kugeln noch viel besser aus.
Werde mir die Tage mal die Kamera meines Ex-mannes borgen um mal
ein paar anständig belichtete Bilder zu erstellen 🙂

Ist jedenfalls ein schönes neues Nebenbei-Hobby geworden ^^

Aufraffen

zum Sport. hab jetzt wegen dem ambulanten Eingriff vor ein paar Tagen
leider keinen Sport mehr machen dürfen, wegen der Gefahr, dass
die Nähte aufgehen. Nun dürfte ich eigentlich wieder ran. Allerdings
ist der Schweinehund zwischenzeitig auch wieder gewachsen 🙄

Also ran ans Überwinden…. ich darf jetzt wieder. Gehen wir es erstmal
locker an. Pilates? Oder Joggen? Oder Crosstrainer? *grübel*

Egal was….. jedenfalls muss ich mich endlich mal wieder bewegen.
Kampf dem faulen Lenz. ich bin erholt – und ich möchte weiterhin
fit bleiben. :yes:

Sonntag jedenfalls ist Squash angesagt. Bis dahin werd ich mich
so langsam mal wieder ans regelmäßige Training gewöhnen. 🙂

Umleitung

Immer, wenn ich etwas schreibe, was positiv
ist… hab ich die Befürchtung…. ich schreibe
es zu früh. Das muss noch beobachtet werden.
Bin misstrauisch mir selbst gegenüber |-|

Kann es wirklich geklappt haben?

Tja also…. drei bis vier Tage sind es
jetzt schon, die ich versuche meine Eßstörung
auf etwas weniger konstruktives umzuleiten.

Genau wie vor 10 Jahren, als ich mit der
Eßstörung aus der Klinik entlassen wurde,
versuche ich es mit Finger- und Kopfbeschäftigung.

Also hab ich das, was mir eigentlich – nach meiner
Ansicht nach am wenigsten liegt mal ausprobiert.
Und sooooo schlimmm ist es garnicht. Ich spreche von
Handarbeit. 🙄

Meine Mutter kam für eine Anleitung zum Stricken vorbei
(nebenbei bemerkt, die freut sich riesig, dass ich
ihr nun mal beim Thema stricken zuhöre *lach* )
und das hier hab ich mir zusätzlich noch im
Internet bestellt.

Eine Fußmatte zum Selberknüpfen:
knuepfbild

Knüpfen war das, aus meiner Erinnerung als Kind,
was ich an Handarbeit noch am Ansprechensten fand.

Aber das positive ist…. es scheint zu funktionieren.
Meine Eßstörung verschwindet ein wenig. Bis jetzt zähl
ich keine Kalorien mehr – ich esse ganz okay (wie gesagt,
gefährliche Lebensmittel dürfen hier ne Weile nicht mehr
ins Haus – so sicher bin ich noch nicht).

Und eine andere Nebenwirkung die das ganze hat ist,
mein Sportwahn lässt nach. Irgendwie hängt Sport und
Eßstörung für mich „leider“ immer sehr eng beieinander.

So ganz möchte ich es aber nicht aufgeben. Doch
reduzieren schadet nicht. Auch das, hab ich in letzter
Zeit wieder maßlos übertrieben.

Hab also gerade das Gefühl wieder auf dem aufsteigenden
Ast zu sein. Hoffentlich knickt er nicht. 🙄
Hach…. bei solchen Einträgen bin ich wirklich immer
mir selbst gegenüber verdammt misstrauisch.

Hab ich evtl. zu früh positves geschrieben?
Lässt es sich halten? Ich hoffe es.

(PS: und meine Buchzerstörung läuft weiterhin
in vollem Gange *hihi* )

Das Ende

meiner Klinikzeit rückt nun in unmittelbare Nähe.
Ab Donnerstag bin ich wieder zu Hause … und starte
auch direkt mit liebem Blogbesuch. :lalala:

Das macht es bestimmt die ersten Tage etwas leichter.

Einige Pläne für die Zeit danach sind auch gefasst.
Ich hoffe, dass ich das alles so umgesetzt kriege und
damit besser zurecht komme, als die Zeit vor der Klinik.

Vor allem den Sportgedanken (ich erwähnte es ja schon)
möchte ich gerne weitertragen. Mein Favorit wäre da
Capoeira zu lernen. In Köln gibt es auch eine entsprechende
Schule dafür. Ein total geiler Sport – eine Mischung
aus Tanz und Kampfsport mit allen Elementen: Kraft, Körper-
spannung, Akrobatik, Dehnung und sehr dynamisch.

Das wär schon geil. Wen es interessiert. Das könnte dann
vielleicht mit sehr sehr viel übung irgendwann mal so aussehen 🙂

Oder zum Beispiel im Miteinander so…

Das ist überhaupt das schönste, was ich aus der Klinik
mit nach Hause nehme. Ich bin wieder fit. Ein tolles Gefühl.

Und mein Kopf? Ich wills jetzt nicht beschreien,
aber er ist klarer. Oh bitte, lass das anhalten. 🙄

Außerdem nehm ich mit ein gutes Gefühl, dass mich die
Leute dort wirklich sehr gemocht haben und ich auch
für mich überraschenderweise sehr sozial orientiert war.
Ich hab die Gesellschaft rund um die Uhr jeden Moment
genossen. Das wird mir echt fehlen. Hab schon
überlegt, ob eine WG für mich nicht das optimale wäre.

Aber erstmal sehen, wie es alleine klappt. 🙂

Ich weiß jedenfalls wo mein Problem liegt. Es fällt
mir schwer, mich um mich selbst zu kümmern, wenn ich
keine Antwort auf die Frage habe, für wen ich das tue. *seufz*

Es fällt mir leichter mit einem Partner an meiner Seite.
Und ich werde auch mit Sicherheit irgendwann wieder eine
Beziehung versuchen, aber nicht um jeden Preis. Stattdessen
stell ich fest, dass ich einiges gelernt habe aus meinen
Beziehungen und ich sowas, wie eine innere Checkliste
entwickelt habe, die jetzt öfter mal ans laufen gerät.

Das klingt zwar ziemlich rational – aber ist auch äußerst
gesund. Da steht z.B. ganz oben auf der Liste
– kein Suchtmensch mehr *never*
– auch kein Mann, der mich jetzt so dünn besonders
toll findet. Denn ich weiß, wenn ich wieder gesund
bin, werd ich auch wieder ein paar Kilo zulegen. Und
das ist völlig okay.

Die Eßstörung ist im noch da. Aber nicht mehr besonders laut.
Sie verschwindet wieder, wie mir gerade der letzte Listenpunkt
auch deutlich zeigt. Klar. Mit dem Sport werd ich auch aufpassen
müssen, aber ich weiß zumindest schonmal, welche Sportarten
zu meiner Eßstörung und welche mehr zu den Spaßfaktoren zählen.
Das ist mir sehr bewußt. Im Moment betreibe ich noch beides,
aber ich werde versuchen, das für mich schädlichere nach und
nach einzuschränken.

Also ihr lieben…
ab Donnerstag würd ich sagen, habt ihr mich wieder ein
wenig aktiver im Blog. Ich freu mich wieder auf euch. 🙂

Bewältigungsstrategie – Teil 7

Bewältigungsstrategie: Freizeit-Füllen, Hobbys, Internet

Nach meiner Therapie wurde es ein wenig ruhiger in meinen
Wahlverfahren – was Lösungsansätze angeht. Zuallererst
stellte ich fest, dass die Aufgabe der Essstörung eine
riesen Lücke – ein Loch geschaffen hatte, dass ich
irgendwie stopfen musste.

Ich verrannte mich in vielen Freizeitaktivitäten in der Zeit.
Im Internet – eine Selbsthilfegruppe für Essstörungen und
Borderline aufziehen – eine Mailingliste dazu moderiert,
einen Webring. Eine Hilfeforum. Ich erhielt eine wahnsinnige
Resonanz. So hatte ich am Tag mindestens 30 dicke Briefe
zu beantworten – neben den ganzen Nebenaktivitäten mal abgesehen.
Das füllte dieses Loch, obwohl es schon wieder einen gewissen
Stresspegel hochschnellen ließ. Aber alles war wie ein
zwanghafter Versuch sich zu beschäftigen.

Andere Hobbys – die ich versuchte endeten auch in extremen.
Solche Dinge, die man eigentlich als harmlos einstufen könnte,
wie das Schlagzeugspielen, Klavier, Musikschule, Squash
Hundeschule – doch alles etwas zu viel – zu streng – zu starr
betrieben. Ich musste gut sein in allem, was ich tat….
ich musste Erfolg haben. Rückschläge verkraftete ich gar nicht.

Doch meist kam ich eben immer wieder an den Punkt, wo ich
nicht weiter kam, wo ich nun hätte geduldig und vielleicht auch
ein bisschen liebevoller mit mir hätte umgehen sollen. Aber
dazu war ich nicht in der Lage, so schmiss ich eine Sache nach
der anderen hin.

Obwohl ich in manchen Dingen auffällig schnell im lernen war…..
aber eben nicht genug – nicht ausreichend für meine Ansprüche.
Meine Familie bewunderte mich für meinen Ehrgeiz – aber in
seiner Form, war er auch krank und übertrieben.

Und ich duldete kein Versagen. Eher ließ ich dann wütend und
genervt – schon wieder resigniert – davon ab. In meinem Kopf
das Gefühl zu versagen. Nicht gut genug zu sein.

und dann suchte ich neues…. suchte wieder die Euphorie vom Anfang.
Ich merkte, wie begeisterungsfähig, ich sein konnte. Eine Sache,
konnte meine Stimmung in höchste Lagen versetzen. Ich hab keine
Ahnung, wie sich eine Manie anfühlt, aber ich habe ähnliche Zustände
erlebt. Ich genoss diese Anfangszeit – die aber jedes Mal in eine
Zwangshandlung mündete.